Köln | Die Grünen feiern den Kompromiss und die Abwendung des Bürgerbegehrens „100% Ökostrom von Rheinenergie bis 2030″ als Erfolg und sind von einem guten Ausgang überzeugt. Die Linke im Kölner Stadtrat kritisiert die Vereinbarung zwischen der Rheinenergie und dem Bündnis Klimawende Köln.

Über 30.000 Unterschriften sammelte das Bündnis Klimawende Köln. Die Linke moniert, dass sich auch viele Mitglieder ihrer Partei für das Bürgerbegehren engagierten. Das es gelungen sei, so viele Unterschriften zusammeln wertet die Linke im Rat als Votum der Bürger für eine Energiewende. Das die Unterschriften jetzt nicht eingereicht werden bedauert die Linke.

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Sarah Niknamtavin, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt in einem schriftlichen Statement: „Die Entscheidung der Bürgerinitiative Klimawende Köln ist in der Kölner Klimabewegung umstritten. Noch ist es nicht zu spät. Wenn die Unterschriften jetzt eingereicht werden, könnten die Kölner*innen am Tag der Landtagswahl 2022 über die Klimawende abstimmen.“

Elisabeth Lange, sachkundige Einwohnerin im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, schriftlich: „In dem von Klimawende Köln und RheinEnergie unter Beteiligung der Stadt Köln vorgelegten Eckpunktepapier einer nachhaltigen und dekarbonisierten Energieversorgung bis 2035 finden sich zentrale Forderungen des Bürgerbegehrens nicht wieder. Die RheinEnergie lässt sich viele Hintertürchen offen, viele Zusagen sind unpräzise und zum Erdgas werden keine belastbaren Aussagen gemacht. Diesem Eckpunktepapier werden wir nicht zustimmen.“

Der Kölner Energieversorger Rheinenergie stellt mit 1. Januar 2022 seine Stromversorgung für alle seine Kunden auf Ökostrom um, so das Unternehmen vor einigen Tagen. Den produziert das Unternehmen zwar in großen Teilen nicht selbst, will aber nur noch Ökostrom einkaufen. Für die Kunden soll die Umstellung preisneutral sein.

Autor: red
Foto: Symbolbild

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