In der Loreleystraße teilen sich derzeit drei Schulen ein Gebäude – darunter auch die vor 11 Jahren gegründete Michaeli Schule Köln. Sie wird erst in diesem Sommer voll ausgebaut sein und dann 12 Klassen führen. Dazu benötigt sie ab Sommer einen weiteren Klassenraum. Der sei ihr von der Stadt bislang jedoch noch nicht zur Verfügung gestellt worden, berichtete die Schule. Die Gebäudewirtschaft der Stadt verharre in Untätigkeit, kritisiert die Schulleitung. Dagegen protestierten die Klassen 3, 5 und 7 der Michaeli Schule Köln und hielten in der vergangenen Woche ihre Unterrichtsstunden im Stadthau ab.

Seit 2006 sei bekannt, dass die Schule am Volksgarten ein eigenes Schulhaus bauen wolle. Vier Jahre hätte die Schulgemeinschaft mit der Gebäudewirtschaft Köln einen Erbbaurechtsvertrag aushandeln müssen, dessen Konditionen eine Finanzierung durch Banken ermöglicht. So konnte der Vertrag erst im Januar 2011 unterschrieben werden. Sechs Monate, also bis Ende Juli 2011, habe die Stadt Köln Zeit gehabt, das Gelände baufertig zu übergeben. Bis heute sei noch nicht mit Abbrucharbeiten begonnen worden. 2009 errichtete die Waldorfschule auf ihrem Schulhof vier Holzpavillons, um Raum für die jährlich wachsende Schülerzahl zu schaffen. Das Schulamt habe Interesse am Kauf der Pavillons signalisiert und die Gebäudewirtschaft aufgefordert, in Verhandlungen zu treten. Der Verkauf würde der Michaeli Schule die finanzielle Sicherheit geben, zum nächsten Schuljahr auf dem neuen Gelände in einer ersten Bauphase Werk- und Kunsträume zu errichten. Dann hätte man einen Klassenraum im alten Schulgebäude gewonnen.

[cs; Foto: Jahreis/ www.pixelio.de]

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