Der Discounter kommt nicht zur Ruhe. Foto: Bopp

Köln | Da braut sich was zusammen…

Der Discounter ALDI SÜD kommt offenbar nicht zur Ruhe. Nachdem vor wenigen Wochen in Köln eine geplante Betriebsrats-Gründung in Tumulten geendet war und von der Polizei aufgelöst werden musste, soll es nun am 13. Mai bundesweit eine Demonstration als Protest gegen die „Betriebsratsbehinderung“ und gar „Diktatur“ geben.

Freitag, der 13. als Stichtag für Demonstranten gegen ALDI SÜD

Die „Aktion gegen Arbeitsunrecht“ veröffentlichte eine Erklärung als Ankündigung:

„Aktion gegen Arbeitsunrecht ruft zu Protesten vor und in ALDI-Filialen am Freitag, den 13. Mai 2022 auf“, heißt es, „Wir haben mit der Planung und Koordinierung von Aktionen im ganzen Bundesgebiet begonnen und rufen alle Lohnabhängigen und demokratisch gesonnenen Bürger*innen auf, sich zu beteiligen. #FREITAG13 soll Druck auf die Marke ALDI aufbauen. Der einzige Schutz, den Betriebsratsgründer bei ALDI haben, ist derzeit die Öffentlichtkeit.“

Auf Nachfrage von report-k hatte das Unternehmen wie folgt Stellung zu dem Betriebsratsthema bezogen: „Betriebsräte bestehen bei ALDI SÜD bereits in einigen Regionalgesellschaften im ALDI SÜD Gebiet. Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und den Betriebsräten ist konstruktiv. Darüber hinaus steht allen der mehr als 43.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alternativ zur internen Konfliktlösung ein Vertrauensanwalt zur Verfügung.“

Das reicht vielen Beschäftigten offenbar aber nicht. Auch das Chaos der Betriebsratswahl in Bickendorf am 14. April könnte nach Informationen von report-k noch juristische Nachspiele haben.