Köln | Nach bundesweiten Negativschlagzeilen soll die Kölner Oper unter ihrer neuen Intendantin Birgit Meyer wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. „Es ist mein Ziel, die künstlerische Arbeit wieder ganz in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte die 52-Jährige bei ihrer Vorstellung heute in Köln.

Die Oper müsse in der Stadt fest verankert werden. „Wir machen nicht nur Kunst für einen kleinen elitären Kreis, sondern für die ganze Stadt“, betonte sie. Meyer, die den Chefposten offiziell am Samstag (1.9.) übernimmt, folgt auf Uwe Eric Laufenberg, der nach einem monatelangen Budgetstreit mit der Stadt fristlos gekündigt worden war. Meyer war bislang Operndirektorin sowie Chefdramaturgin und hatte die Leitung nach Laufenbergs Abgang im Juni bereits kommissarisch übernommen. Ihr Engagement läuft bis zum Ende der Spielzeit 2014/15. Die fristlose Kündigung Laufenbergs ist inzwischen zurückgenommen und in eine einvernehmliche Vertragsauflösung geändert worden.

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Einige Personalien noch offen

Meyer hat mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen: Sie muss mehrere Posten neu besetzen, da Laufenberg selbst an Inszenierungen mitwirken sollte. Chefdramaturg wird Georg Kehren, der bislang als Dramaturg an dem Haus gearbeitet hatte. Einige Personalien sind noch offen. Zudem ist die Saison 2012/13 die erste an einer Interimsstätte, weil das traditionelle Opernhaus umfangreich saniert werden muss.

Nach Angaben des Kölner Kulturdezernenten Georg Quander kann Meyer für die kommende Saison mit einem Etat von 40 Millionen Euro planen. Meyer will das Musiktheater weiter ausbauen und für weitere Werke öffnen. Zudem soll es wie in Vergangenheit gelegentlich große, opulente Opernabende geben.

Autor: dapd | Foto: Roberto Pfeil/ dapd
Foto: Intendantin Birgit Meyer

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