„Im Sommer sitzen die Menschen gerne draußen und feiern. Damit der Spaß lange anhält und die Gartenparty nicht zum Fiasko wird, sollten allerdings wichtige Warnhinweise beachtet werden", sagte NRW-Verbraucherminister Karl-Josef Laumann. Feste feiern – aber sicher. Damit dies gewährleistet ist, muss die Sicherheit bei Grills besonders groß geschrieben werden. Sowohl Holzkohle- als auch Gas- und Elektrogrills verlangen einen richtigen Umgang. „Ganz wichtig ist ein geeigneter Anzünder, beispielsweise Trockenspiritus. Fatal wäre die Verwendung von Benzin. Bei einem Gasgrill spielt eine sichere Aufstellung der Gasflaschen eine wichtige Rolle und Schutz vor Feuchtigkeit hat eine hohe Bedeutung bei Elektrogrills“, sagte der Minister und fuhr fort: „Vor Gebrauch sollte immer die Bedienungsanleitung durchgelesen werden.“ Sonst könne es zu Verpuffungen oder gar Explosionen und damit zu schweren Verbrennungen kommen. „Ein gutes Essen ist jedoch erst die halbe Miete. Auch das richtige Flair bestimmt die Atmosphäre einer Gartenparty mit“, so Laumann weiter. Hier gelte es ebenfalls, auf wichtige Details zu achten. Elektrische Lichterketten seien eine schöne Ergänzung. Jedoch müsse darauf geachtet
werden, dass sie für die Nutzung im Freien geeignet sind, warnte Minister Karl-Josef Laumann.

Gartenfackeln mit CE-Zeichen verwenden
Auch Gartenfackeln und Öllampen tragen zur guten Laune bei. Wichtig ist es, nur Lampen zu verwenden, die mit dem CE-Zeichen, besser noch zusätzlich mit einem GS-Zeichen versehen sind. Sie sind nach einer einschlägigen Norm hergestellt und dementsprechend sicher. „Schon
kleinste Mengen von Lampenöl können bei Kindern zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen. Deshalb müssen die Flaschen mit dem  Lampenöl sicher verwahrt werden“, betonte Laumann. Auch sollte man die Lampen nicht unbeobachtet abbrennen lassen. Wird es zum Ende der Feier dann doch noch kühl, kann eine Gasheizung Abhilfe schaffen. Bei Verwendung in einer Gartenlaube muss diese größer als 40m3 und gut belüftet sein. Sonst verbraucht die Heizung
im Verhältnis zum Rauminhalt zu viel Sauerstoff. Ebenso wie bei allen anderen Gegenständen gilt auch hier: Zertifizierungszeichen sollten beachtet werden! Geprüfte Geräte tragen die Zeichen
des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Das ebenfalls dazugehörige GS-Zeichen zeigt, dass die Produkte einer Prüfung unterzogen worden sind. „Werden diese Hinweise beachtet, steht einer fröhlichen Gartenparty nichts mehr im Wege. Ich hoffe auf einen schönen Sommer mit vielen Gelegenheiten zur Anwendung“, sagte Minister Karl-Josef Laumann abschließend.

Werbung

— — —

Maifische im Rhein ausgesetzt
Nicht nur in Köln war das Fangen von Maifischen eine wichtige einnahmequelle für Fischer. Nun wurden sie von NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg wieder im Fluss ausgesetzt.


Umweltminister Eckhard Uhlenberg ist sich sicher: „Der Maifisch wird in den Rhein zurückkehren“. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Hessen, Wilhelm Dietzel, starteten die Minister heute in Düsseldorf das gemeinsame Wiederansiedelungsprogramm für den Maifisch im Rhein und seinen Zuflüssen. Dazu setzten sie eigenhändig mehrere hundert junge Maifische im Rhein aus. Mit der Rückkehr ins Rheinsystem als natürlichen Lebensraum, wird ein wichtiger Beitrag geleistet, den vom
Aussterben bedrohten Maifisch in Europa zu erhalten. Die Aktion ergänzt das nordrhein-westfälische Wanderfischprogramm, das bereits bei der Wiederansiedelung des Lachses große Erfolge feiern konnte. „Die Rückkehr des Lachses und die nun beginnende Wiedereinbürgerung des Maifischs sind ein Ergebnis erfolgreicher Gewässerpolitik in Nordrhein-Westfalen“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Unser erfolgreiches Wanderfisch-Programm ist ein wichtiger Baustein, unsere ehemals reichen Fischgewässer wiederzubeleben und für gesunde
Fließgewässer zu sorgen“. Auch in Hessen werden an Rheinzuflüssen Maifische ausgesetzt. „Der Maifisch wird wohl nicht wieder der ‚Brotfisch der Rheinfischer’ werden, aber eine deutliche und ökologisch wertvolle Bereicherung des Artenspektrums im Rhein und eine regionale Delikatesse kann der Mailfisch wohl auch noch werden“, so der hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel.

Eine Million Maifische zurück in den Rhein
In Nordrhein-Westfalen und Hessen werden in diesem Jahr insgesamt eine Million Jungfische im Rhein und in ausgewählten Zuflüssen wie dem Sieg-Unterlauf ausgesetzt. Bis Ende 2010 werden es fünf Millionen Maifische sein. Dazu stehen rund eine Million Euro an Geldern zur Verfügung. 500.000 Euro stammen aus dem Fördertopf des EU-LIFE-Programms. Ausgewählte Projekte zum Erhalt oder Wiederherstellung von natürlichen Lebensräumen und von Populationen wildlebender Pflanzen und Tiere können durch das LIFE-Programm gefördert werden. Von 229 europäischen Projektanträgen wurde das Maifisch-Projekt als eines von lediglich 61 Projekten für eine Förderung ausgewählt.
Die Projektdurchführung geschieht in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Unterstützer´sind zum Beispiel die nordrhein-westfälische Rheinfischereigenossenschaft, die HIT-Umweltstiftung, die niederländische Sportfischereivereinigung sowie Fischereiorganisationen in der französischen Region Aquitaine,
einer Partnerregion Hessens mit dem größten verbliebenen natürlichen europäischen Maifischbestand. Von dort stammen auch die Maifische, die heute in Düsseldorf im Rhein ausgesetzt wurden. „Ich freue mich besonders, dass in diesem Projekt ein Schulterschluss zwischen Hessen und seiner französischen Partnerregion Aquitaine hergestellt wurde und die Regionenpartnerschaft so in der Praxis weiter vertieft wird. Das ist gelebte Partnerschaft“, führte Minister Dietzel weiter aus. Noch vor rund 100 Jahren zogen mehrere 100.000 Maifische pro Jahr
im Mai zur Fortpflanzung in den Rhein. Für die Berufsfischerei war der Maifisch eine unverzichtbare Einnahmequelle bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein. Noch heute erinnern Namen wie der Maifischmarkt in Düsseldorf oder das Poller Maispill in Köln an die Jahrhunderte alte Tradition der Maifischfischerei. „Vielleicht kann in ein paar Jahren wieder frischer Maifisch in den Düsseldorfer und Kölner Brauhäusern angeboten werden“, so Minister Uhlenberg.

[nh; Quelle: NRW-Staatskanzlei]

Werbung