Seit 1998 arbeitet Meerholz an der Entwicklung spezieller OLEDs (organic light emitting diodes). Seit 2002 ist er in Köln tätig. Diese dünnen polymerbeschichteten Leuchtfolien könnten in nicht allzu ferner Zukunft maßgeblich im Display- und Lichtsektor werden, da sie aufgrund ihrer selbstleuchtenden Eigenschaft enorm energiesparend sind, ist sich Meerholz sicher. Sein Ziel ist es unter anderem, die Technologie für möglichst kleine Displays zu entwickeln. Die Größe einer Centmünze wurde bereits erreicht.

Diese sogenannten Mikrodisplays haben somit lediglich eine Größe von sieben Millimetern in der Diagonale. Um dies bewerkstelligen zu können, ist es notwendig, die Größe der einzelnen Pixel deutlich zu senken, da die Pixelzahl auf Bildschirmen ein vordefinierter Standard ist. Zusammen mit den Partnern aus der Industrie und der Fraunhofer Gesellschaft will die Kölner Arbeitsgruppe beim Prototyp die Polymere so anpassen, dass sie sämtlichen technischen Anforderungen von industriellen Produktionsbedingungen gerecht werden.

Meerholz betonte jedoch, dass seine Arbeitsgruppe bei der multidisziplinären Zusammenarbeit – darunter aus den Bereichen Chemie, Physik, Engineering, u.a. – lediglich die Grundlagenforschung leiste. Bis der Verbraucher ein fertiges Produkt auf Basis der OLED-Technologie kaufen kann, dürfte demnach noch einige (Forschungs-)Zeit vergehen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeigte sich während des Rundgangs in den Laboren bereits begeistert von den Möglichkeiten dieses Bereichs.

Dominic Röltgen für report-k.de | Kölns Internetzeitung

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