Köln | Andreas Kossiski, der SPD-Herausforderer von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, spricht von einem guten Ergebnis für die SPD. Er will jetzt für das Amt des Fraktionsvorsitzenden in der Stadtratsfraktion kandidieren.

Andreas Kossiski, SPD-Kandidat: „Das ist für uns mehr als nur ein Achtungserfolg. Wir haben bei Null angefangen und dann die Stichwahl erreicht. Das ist ein gutes Ergebnis für die SPD, auf das man stolz sein kann und mit dem man mit erhobenem Haupt durch die Stadt laufen kann. Die Amtsinhaberin muss nun beweisen, dass sie zum Wohle der Stadt mehr leistet. Das werden wir sehr kritisch beobachten. Ich habe den Platz 1 in der Ratsliste gehabt und werde nun für das Amt des Fraktionsvorsitzenden kandidieren. Dabei will ich niemanden ausgegrenzen und werde gemeinsam im Team mit Jäger und Joisten den Weg beschreiten. Wir müssen jetzt den Schwung und die Gemeinschaft in der Partei, die im Wahlkampf ein geschlossenes Bild gezeigt hat, nutzen, um voranzukommen. Die SPD hat mit dem Ergebnis eine Verantwortung in der Stadt. Wir müssen wieder rausgehen und mit den Menschen reden. Das brauchen wir für eine starke Demokratie. Deshalb muss sich das Verhältnis von Politik und Bürger verändern. Was Demokraten nachdenklich machen sollte, ist die geringe Wahlbeteiligung .“
Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin SPD: „Das ist ein respektables Ergebnis eines exzellenten Kandidaten. Wenn er gewonnen hätte, hätte er als Oberbürgermeister die Stadt vorangebracht, den Wirtschaftsstandort gestärkt und für mehr Sicherheit und Ordnung gesorgt. Es ist ein Kandidat, der sehr nahe an den Menschen war, das habe ich im Wahlkampf selbst erlebt. So hat er erfahren, was den Menschen unter den Nägeln brennt. Schade ist die geringe Wahlbeteiligung. Da ging es auch um Unwissenheit, wenn Menschen zum Beispiel nicht wussten, dass sie keine Wahlbenachrichtung erhalten und nur mit ihren Ausweis wählen gehen können.“

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Autor: Stephan Eppinger

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