Fairtrade Deutschland e.V. Geschäftsführerin Claudia Brück. Foto: Rotonda Business Club

In Kooperation mit dem Rotonda Business Club präsentiert report-K jede Woche die aktuelle Folge des Podcasts „Wirtschaft Köln unplugged“ – die neue Stimme der Kölner Wirtschaft.

Köln | Claudia Brück arbeitet täglich an ihrer eigenen Abschaffung: “Das große Ziel von Fairtrade ist, dass wir uns überflüssig machen, weil es wirklich fair zugeht in der Wirtschaft.” Doch bis zu ihrer Rente werde das wohl nicht passieren, sagt die Geschäftsführerin von Fairtrade Deutschland im Podcast des Rotonda Business Club.

Seit 2005 ist die gemeinnützige Organisation, die vor 30 Jahren in Köln startete, fast stetig zweistellig gewachsen. Aus dem kleinen Verein, der vor der Tchibo-Zentrale zugunsten von Kleinbauern protestierte und so die Polizei auf den Plan rief, ist eine der renommiertesten Siegel-Organisation mit fast 100 Mitarbeitern geworden. 2,1 Milliarden Euro haben Verbraucherinnen und Verbraucher 2021 für Fairtrade-Produkte ausgegeben. Fairtrade sorgt neben der politischen Lobbyarbeit ganz konkret dafür, dass die Produzenten vor Ort einen Preisaufschlag bekommen, der ihre Arbeitsleistung stärker wertschätzt.

Claudia Brück, seit 1999 bei Fairtrade Deutschland an Bord, übernahm die Geschäftsführung in diesem Sommer gemeinsam mit Katja Carson und Detlev Grimmelt. Grund zur Selbstzufriedenheit? Nein, wie Brück im Gespräch mit Stefan Merx deutlich macht. Vor allem das Lieferkettengesetz ist ein Thema, in dem sie sich auf Ministeriumsebene stark machen will. Und der Klimaschutz rücke zwangsläufig stärker in den Fokus. „Wir müssen enger mit der Klimabewegung zusammenarbeiten“, fordert sie. „Sonst ist die Produktion extrem gefährdet, viele Errungenschaften sind nun wieder in Gefahr.“

Das Gespräch bei „Wirtschaft Köln unplugged“ ist hier zu hören:

(red04)