Das Landgericht Köln. Foto: Bopp

Köln | Droht der Stadt Köln ein empfindlicher Bestechungs-Skandal?

Die Sache liegt fast sechs Jahre zurück. Der Verdacht der Staatsanwaltschaft: Ein technischer Angestellter des Bauaufsichtsamtes soll im August 2017 von drei Männern für den Erhalt einer Baugenehmigung für den Betrieb von Wettbüros „geschmiert“ worden sein. Die angebliche Summe liegt im niederen fünfstelligen Bereich.

Wettskandal? Kölner Landgericht vor Prozess-Abschluss

Am Freitag (25.11.2022) begann die Hauptverhandlung im Kölner Landgericht. Die urspünglich für September zunächst angesetzte Verhandlung war wegen eines Formfehlers verschoben worden.

Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen die Ermittler den beschuldigten Männern durch Handyüberwachung nach vorherigen Verdachtsmomenten auf die Schliche gekommen sein. Insgesamt sind neun Verhandlungstage angesetzt.

Nach Informationen von report-K kann es bereits diesen Donnerstag möglicherweise die Urteile geben. Es sind mehrjährige Haftstrafen für den Stadt-Angestellten und die „Wettpaten“ möglich.

Bestechung in Deutschland ist ein zunehmendes Problem: Das Bundeskriminalamt verzeichnet einen Anstieg der Delikte. Korruption ist als Straftat nach § 331ff. StGB mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe, in besonders schweren Fällen sogar mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe bedroht.