Der Screenshot zeigt einen Aussschnitt aus dem Plakat für den "Radical Pride" am 8. Juni 2024 in Köln Kalk.

Köln | Heute Nachmittag, 8. Juni 2024 findet in Köln-Kalk das Straßenfest „Radical Pride“ statt. Es will ein Gegenmoment zum klassischen „Cologne Pride“ setzen. Dieser ist den Macher:innen des „Radical Pride“ zu kommerzialisiert. Der „Radical Pride“ will zu den Ursprüngen des Christopher Street Day (CSD) zurückführen.

Mit dem „Radical Pride“ wollen dessen Initiator:innen Kritik an der Vereinnahmung der Pride Veranstaltungen laut werden lassen. Diese sehen sie durch kapitalistische Unternehmen, rechte und konservative Parteien, Polizei und Bundeswehr vereinnahmt. Diese werben mit der Regenbogenfahne stünden aber nicht konsequent für queere Rechte ein. Das Motto des „Radical Pride“: „Wir wollen zurück zu den kämpferischen Ursprüngen der Pride“.

Sie interpretieren den CSD als Aufstand der queeren Community in den 1960er Jahren als Antwort auf jahrelange Gewalt und Provokation durch die Polizei gegen queere Bars unter anderem in der Christopher Street. So schreiben die Initiator:innen: „Der Aufstand gegen diese Repressionen wurde maßgeblich von Schwarzen trans* Frauen initiiert und angeführt. Der größte Teil der Rechte und der Akzeptanz, die viele queere Menschen heute erfahren können, ist ihnen zu verdanken. Leider bekommen grade diese Menschen durch anhaltende rassistische und klassistische unhinterfragte Strukturen wenig Raum in queeren Kontexten. Außerdem ist der politische Hintergrund von Pride bei den meisten Veranstaltungen zwischen Partys und Parteiwerbungen in Vergessenheit geraten. „Wir haben keinen Bock mehr auf Regenbogenkapitalismus!“.

Der „Radical Pride“ findet am 8. Juni 2024 auf dem Ottmar-Pohl Platz in Köln Kalk von 14 bis 21.30 Uhr statt.