Symbolbild

Köln | Geflüchtete werden in Köln immer noch in Gemeinschaftsunterkünfte untergebracht. Dabei entschied der Kölner Rat bereits im Februar 2021 geflüchtete Menschen nicht mehr dort unterzubringen, sondern die Gemeinschaftsunterkünfte aufzulösen. Dem stellte sich die Kölner Stadtverwaltung entgegen. Jetzt will das Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt, dass die Verwaltung den damaligen Beschluss umsetzt.

Menschen, die geflüchtet sind, sollen in Köln nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sondern in Einzelunterkünften. Daher sollte seit dem Ratsbeschluss im Februar 2021 die Zahl der Einzelunterkünfte gesteigert werden. Heute tagt der Integrationsrat und am Donnerstag der Sozialausschuss des Kölner Rates. Das Ratsbündnis bringt nun einen Dringlichkeitsantrag ein, der den Beschluss aus 2021 bekräftigt und fordert die Auflösung aller Gemeinschaftsunterkünfte in Köln. Dabei hatte die städtische Verwaltung mitgeteilt, dass aufgrund steigender Flüchtlingszahlen Gemeinschaftsunterkünfte in 2022 weiterbetrieben werden müssten und die Garantie, Flüchtlinge in geschlossenen Wohneinheiten unterzubringen, und diesen Anteil jährlich um 5 Prozent zu steigern, nicht einhalten zu können. Report-K berichtete: https://www.report-k.de/koelner-fluechtlingsrat-zur-aufloesung-der-gemeinschaftsunterkuenfte/

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Das Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt fordert die Stadtverwaltung im Dringlichkeitsantrag auf, darzustellen, wie sie plant geflüchtete Menschen in den nächsten drei Jahren in Köln unterzubringen. Außerdem sollen Organisationen und Initiativen mit Schwerpunkt Wohnungsakquise für Geflüchtete in die Planung eingebunden werden.

Dîlan Yazicioglu, Migrationspolitische Sprecherin der Grünen im Kölner Rat, in einer schriftlichen Mitteilung: „Eine würdevolle Unterbringung in Einzelunterkünften muss das Mindestmaß sein. Die Stadtverwaltung muss alles dafür tun, um die unselige Gemeinschaftsunterbringung wie in der Herkulesstraße zu beenden. Damit mindern wir Konflikte und sorgen dafür, dass sich Menschen, die in ihrer Heimat keine Perspektive mehr haben, besser in unsere Stadtgesellschaft integrieren können.“

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