Köln | Bei der Aktion Stadtradeln fahren Menschen in vielen deutschen Städten mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule, Uni oder zum Einkaufen. Dabei gibt es einen Wettbewerb zwischen den Teams in jeder Kommune sowie zwischen den Städten und Gemeinden. In Köln haben bei der ersten Teilnahme an der Aktion vom 5. bis 25. September 2.189 Kölner in 162 Teams teilgenommen. Insgesamt soll in den drei Wochen 474.408 Kilometer geradelt worden sein. Im Vergleich zur Nutzung von PKW ist dies eine Einsparung von 67.365,9 Kilogramm CO2, erklärt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC). 

Mit 28.523 Kilometer erreichte das 99köpfige ADFC-Team dabei hinter zwei wesentlich größeren Teams den dritten Platz. Im bundesweiten Vergleich der Kommunen liegt Köln bei der Erstteilnahme auf dem siebten Platz.

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Aktive Teilnahme am RADar

Parallel zur Aktion konnten die Stadtradeln-Teilnehmer Feedback zur Radverkehrsinfrastruktur im sogenannten „RADar“ abgeben. Davon sollen die Kölner Alltagsradler über 1.300 Mal Gebrauch gemacht haben.

Es wurden 1.268 Probleme im Stadtgebiet gemeldet. Oftmals sollen falsche Beschilderungen, nachteilige Ampelschaltungen und fehlende Radverkehrsverbindungen gemeldet worden sein. Ebenso beschwerten sich viele Teilnehmer über den Zustand von Radwegen und das Verhalten von fahrenden und besonders parkenden motorisierten Verkehrsteilnehmern, so der ADFC.

Es soll an 57 Stellen auch Lob für die Öffnung von Einbahnstraßen oder kürzlich sanierte Radwege gegeben haben. Die Kritik an der immer noch fehlenden nächtlichen Öffnung der Fußgängerzonen müsse inzwischen zu einem Lob gewandelt werden, denn die Schilder rund um den Dom und im Bereich Hohe Straße und Schildergasse wurden aktuell bereits aufgestellt.

Der ADFC wünsche sich nun, dass die Stadtverwaltung das gesammelte Wissen der Alltagsradler Stück für Stück abarbeitet. Viele kleine Erleichterungen für den Radverkehr können sicherlich noch innerhalb dieses Jahres erfolgen. Die Politik sei nun gefragt, eine strukturierte Abarbeitung einzufordern.

Autor: ib

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