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Köln | Drei Orte in NRW werden in Zukunft mit einem Waffenverbot belegt: Die Düsseldorfer Altstadt, die Kölner Ringe und die Feiermeile Zülpicher Straße. Für die, die dagegen verstoßen kann es empfindlich teuer werden. Los gehen soll es am 21. Dezember.

Die Waffenverbotszonen werden vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) eingerichtet, die Kölner Polizeibehörde wird beteiligt. Es sollen entsprechende Schilder aufgestellt werden. Das NRW Innenministerium reagiert damit nach eigenen Angaben auf die „wiederholt schweren Messerattacken“ der vergangenen Monate.

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Nur an bestimmten Tagen

Allerdings gelten die Waffenverbotszonen nicht jeden Tag. An Wochenenden, vor und an Feiertagen sowie Karneval gilt dann Waffenverbot.

Das ist verboten: Waffen und Messer dürfen dann nur noch mit einer feststellbaren Klingenlänge von maximal 4 Zentimetern mitgenommen werden. Dieses Verbot gilt nicht für Anwohner, Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben oder auch Handwerker.

Das kostet der Verstoß: Das Innenministerium in NRW ist der Auffassung, dass die Kontrolle für die Kölner Beamten vereinfacht werde und sie besser präventiv eingreifen könnten. Wer eine Waffe in den Waffenverbotszone mit sich führt muss in der höchsten Stufe bis zu 10.000 Euro bezahlen. Zugleich werden die Waffen von den Beamten eingezogen.

Reul nennt Ringe schwierige Ecke

NRW-Innenminister Herbert Reul in einem schriftlichen Statement: „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss und die Polizei wird auch nicht jeden kontrollieren können, aber ich bin sicher, dass das Verbot einen enorm beruhigenden Effekt auf die schwierigen Ecken in Düsseldorf und Köln haben wird.“

Die Landesregierung ermächtigte das Innenmininsterium, die Waffenverbotszonen einzurichten.

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