Dortmunds Stürmer Franz Pfanne jubelt nach dem 1:0. Daniel Buballa dagegen ist frustriert. Foto: Imago/Eibner

Köln | Dick eingemurmelt in einer Jacke und die Hände in den Taschen schaute sich Olaf Janßen die letzten Minuten der Partie seiner Viktoria an. Die Hoffnungen auf einen Punkt schwanden in jeder Sekunde, am Ende gab es für die Höhenberger im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund eine 0:2-Niederlage.

Trotzdem war der Trainer nicht unzufrieden mit der Vorstellung seiner Elf: „Unter den Umständen die wir hatten, bin ich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben das Spiel kontrolliert und hatten Möglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben. Wenn die Kugel nicht rein ghet, kann man natürlich kein Spiel gewinnen.“

Für die Zukunft ist Janßen nicht bang: „Wenn wir durch diese Saison kommen, haben wir ein tolles Fundament für das nächste Jahr. Jetzt noch ein Dreier, dass dürften wir es geschafft haben.“ Aktuell hat die Viktoria noch neun Zähler Vorsprung auf Viktoria Berlin auf dem ersten Abstiegsplatz. Das sollte bei fünf ausstehenden Partien in Liga drei nicht mehr schiefgehen!

Viktoria Köln fehlte die Präzision in der Offensive

Gegen den BVB, der zuvor fünf Pleiten in Serie kassiert hatte, fehlte aber in der Offensive das Quäntchen Qualität und Glück. Die Gastgeber spielten zwar ordentlich, aber im gegnerischen Strafraum fehlte die nötige Präzision. Zudem standen sich die Spieler stellenweise selbst im Weg. Seokju hatte drei gute Chancen, der Südkorea war aber zu hektisch vor dem Kasten, zudem hatte der Stürmer Pech, dass Kolbeinn Finnsson seinen Kopfball von der Linie kratzte. Janßen: „Ihm hätte ich besonders ein Erfolgserlebnis gegönnt. Er hat in den letzten Wochen unheimlich hart gearbeitet.“

Auf der anderen Seite zeigte sich der BVB effektiver. Franz Pfanne sorgte mit einem Flachschuss aus 17 Metern für die Führung, nach der Pause machte Richmond Tachie alles klar.

Fortuna Köln kommt über ein Unentschieden nicht hinaus

Auch die Fortuna erlitt im Heimspiel einen großen Dämpfer im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga. Die Südstädter holten zwar noch ein 1:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen. Da die Konkurrenz aus Münster und Essen ihre Aufgaben mit einem Dreier erfüllten, drohen die Träume endgültig geplatzt zu sein.

Der ehemalige Viktoria Sven Kreyer erzielte die Führung für die Gäste in der ersten Halbzeit, nach dem Wechsel glich Sascha Marqurt für die Fortuna sieben Minuten vor dem Ende aus, zum Sieg reichte es aber nicht mehr. So erhöhte sich der Rückstand auf Tabellenführer Münster auf fünf Zähler.