Köln | Am gestrigen Dienstagvormittag, 4. Oktober, wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln gegen 10 Uhr über den Notruf zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB4, in Fahrtrichtung Olpe, zwischen dem Kreuz Gremberg und dem Autobahndreieck Heumar informiert. Daraufhin wurden durch die Leitstelle Kräfte der Feuerwachen Marienburg, Deutz, der Rettungshubschrauber Christoph 3 und der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Köln alarmiert. Auf Grund des auftretenden Rückstaus soll die Anfahrt für die Einsatzkräfte erschwert worden sein.

Die ersten Erkundungsergebnisse lieferte der eintreffende Rettungshubschrauber Christoph 3 aus der Luft und informierte den auf der Anfahrt befindlichen Einsatzleiter über einen schweren Verkehrsunfall mit der Beteiligung von mindestens einem PKW und einem Gefahrgut LKW. Eeitere Einsatzkräfte, darunter die Gefahrguteinheit der Feuerwache Ostheim, wurden nachalarmiert.

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Erkundungsergebnisse

Am Unfall beteiligt waren insgesamt drei LKW, einer davon beladen mit Dieselkraftstoff und Heizöl, und zwei PKW ́s in einem war die Fahrerin eingeklemmt. Der Anhänger des Gefahrgut LKW wurde durch den Unfall auf die Seite gestürzt und das Zugfahrzeug ist Leck geschlagen. Aus dem Zugfahrzeug ergoss sich Diesel aus dem Transporttank auf die Fahrbahn. Zunächst wurde zum Schutz vor unbeabsichtigtem Entzünden die Fahrbahn mit Löschschaum abgedeckt.

Das dazu benötigte Wasser wurde durch Tanklöschfahrzeuge und eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken bereitgestellt. Durch die Einsatzkräfte wurden zeitgleich die Rettung der eingeklemmten Fahrerin aus dem PKW eingeleitet, die medizinische Versorgung des verletzten Fahrers des Gefahrgut LKW und die Versorgung von drei leicht verletzten Personen durchgeführt. Danach wurde der ausgetretene Dieselkraftstoff eingedämmt und das Leck verschlossen.

Die schwer verletzte Fahrerin des PKW wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 3 in ein Krankenhaus der Maximalversorgung geflogen. Der LKW Fahrer und die drei leicht verletzten Personen wurden in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Zur Gefahrenabwehr wurde der Dieselkraftstoff in ein Transportfahrzeug umgepumpt und im Anschluss der umgekippte Gefahrgut-Anhänger durch den Feuerwehrkran im Gefahrenbereich aufgerichtet. Zur Beseitigung der  Umweltgefahren unterstützen Mitarbeiter der Werkfeuerwehr Currenta und der unteren Wasserbehörde die Tätigkeiten der Feuerwehr.

150 Einsatzkräfte waren beteiligt

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwachen Marienburg, Deutz, Ostheim, Porz, Innenstadt, Ehrenfeld, Weidenpesch, der Führungsdienst der Branddirektion und Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Köln aus Lövenich, Worringen, Wahn Zündorf, Urbach, Flittard, Heumar und Dünnwald mit insgesamt 150 Einsatzkräften. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Löschgruppen Roggendorf, Eil, Libur, Rodenkirchen und Longerich besetzen die durch den Einsatz unbesetzten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr.

Autor: ib
Foto: Foto: Bildstelle der Feuerwehr Köln

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