16:50 Uhr > Kein Votum für Archäologische Zone
SPD, Grüne un FDP sprachen sich heute dafür aus, dass die Sadt die Kosten für den Bau der Archäologischen Zone und des Hauses jüdischer Kultur übernehmen soll. Die CDU will grundsätzlich die Funde auch präsntieren. Sie forderte heute jedoch, in einem neuen Ideenwettbewerb nach einer Möglichkeit zu suchen, den Kostenrahmen der Stadt in Höhe von 26 Millionen Euro einzuhalten. In der vergangenen Woche hatte die Stadtverwaltung bekannt gegeben, dass die Gesamtkosten für den Bau 52 Millionen Euro statt wie bislang geplant 48 Millionen Euro betragen werden. Zudem musste die Verwaltung erklären, dass die geplanten Fördermittel in Höhe 36 Millionen Euro bei Land und EU nicht eingesammelt werden konnten. Damit erhöhen sich die Kosten für die Stadt Köln um rund 25 Millionen Euro. Das wollte die CDU heute angsichts der finanziellen Lage der Stadt nicht akzeptieren. ES ist einmalig, dass wir so viel Geld für ein Museum ausgeben, ohne zu wissen, was dort ausgestellt werden soll", so Karl-Jürgen Klipper (CDU).  Dagegen wandte Ralph Sterck (FDP) ein, dass sich diese Investition lohne, da sich das Kulturzentrum zu einem Publikumsmagneten entwickeln werde. Unklar ist weiterhin, ob der Bund die archäologische Zone mit 800.000 Euro fördert. Laut Christian Möbius, sachkundiger Einwohner der CDU, wurde die Förderung abgelehnt. Davon war Kölns Planungsdezernent Bern Streitberger  heute jedoch nichts bekannt.

Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Vorlage zum Bau der archäologischen Zone und des Hauses der jüdischen Kultur ohne Votum in den Rat verschoben.

Mehr zu der Ratsentscheidung zum Bau der Archäologischen Zone finden Sie hier >>>

Rheinboulevard – Kosten in Deutz steigen um 5 Millionen Euro
Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Planungen für einen Historischen Park Deutz im Rheinboulevard ohne Votum in den Rat verchoben. Dort sollen noch einige Fragen rund um die Umplanung beantwortet werden – etwa ob Gitter zur Sicherheit der Besucher nötig sind. Planungsdezernent Bernd Streitberger hielt eine Treppe für unvermeidlich, da auf dem Weg direkt am Rhein ein zu dichter Betrieb herrschen werde. "Die Verwaltung wird keine Vorlage ohne Sicherheits-Gitter vorlegen", so Streitberger.
 Die überraschend gut erhaltenen archäologischen Funde in diesem Bereich führten dazu, dass die Stadt eine Neuplanung der Ufertreppe anstrebte. Derzeit befindet sich die Idee, die Funde in den Rheinboulevard einzubinden, noch in der Planungsphase. Am 14. Juli 2011 soll der Rat nun entscheiden, ob der Rheinboulevard umgeplant werden soll. Dazu soll dann die Stadt, so die Vorlage der Verwaltung, ein Moderationsverfahren durchführen, in dem Stadt, die Regionale Agentur 2010, die Öffentlichkeit, politische Gremien und das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium fortlaufend in die Konzeption eingebunden werden sollen.
Zudem schlägt die Verwaltungs-Vorlage vor, die Großgrabung fortzuführen. Dabei sollen alle Möglichkeiten der Förderung ausgrschöpft werden – etwa Mittel aus der Regionale 2010 oder aus Denkmalschutzprogrammen. Die Kosten für die Ausgrabung würden dabei in Höhe von 850.000 Euro aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt.  Darüber hinaus gab die Verwaltung heute bekannt, dass durch die Umplanung Mehrkosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro für die Ufertreppengründung und 540.000 zum Schutz der archäologischen Funde entstehen. Insgesamt kostet die Treppe nun rund 23,7 Millionen Euro. Laut Kölns Planungsdezernenten Bernd Streitberger könnte auch bei einer kleineren Treppe kaum Geld eingespart werden, so langenicht auf die barrierefreien Rampen verzichtet würde.

Mehr zu dem Rheinboulevard finden Sie hier >>> 


17:10 Uhr > Bürgerbeteiligung zum Gelände des ehemaligen Stadtarchivs
Der Stadtentwicklungsauschuss hat heute einstimmig beschlossen, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, einen zweitägigen Workshop zur zukünftigen Nutzung auf dem Grundstück des ehemaligen Historischen Stadtarchivs durchzuführen. Die Ergebnisse sollen anschließend in die weiteren Planungen einfließen. Der Workshop soll eine frühzeitige Beteiligung der Bürger an den Planungen ermöglichen. Geplant sind derzeit bereits eine Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule sowie eine Verbindung zwischen dieser Schule und dem Friedrich-Wilhelm Gymnasium. Geplant sind außerdem ein Ort des Gedenkens und eine Schließung der städtebaulichen Lücke an der Severinstraße.

[cs]

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