Landesweit konnten 44,25 Millionen Übernachtungen gezählt werden, was einen Anstieg um 5,1 Prozent bedeutet, in Köln stieg die Zahl der Gästeübernachtungen nach der amtlichen Statistik um 8,6 Prozent auf 4,97 Millionen Übernachtungen. In 2010 war in Köln noch eine Steigerungsrate von 10,6 Prozent zu verzeichnen. Dass die Zahl der Übernachtungen in Köln prozentual über dem Landesdurchschnitt liegt, hängt damit zusammen, dass im August 2010 die Zahl der statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe und damit einhergehend der angebotenen Betten wesentlich erhöht worden ist. Während bis Juli 2010 noch 246 geöffnete Betriebe mit 24.907 angebotenen Betten registriert waren, erfasste man im darauf folgenden Vergleichszeitraum 274 geöffnete Beherbergungsbetriebe mit 28.773 angebotenen Betten, was einem Zuwachs von fast 4.000 Betten entspricht. Damit stieg automatisch das Übernachtungsvolumen. Insoweit gibt die Übernachtungsstatistik für Köln nicht die tatsächliche prozentuale Steigerung und damit nur ein verzerrtes Bild wieder.

„Dennoch können wir mit dem Jahr 2011 insgesamt zufrieden sein“, so Wilhelm Luxem, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe Köln im DEHOGA und geschäftsführender Direktor des Excelsior Hotel Ernst. „Das lag insbesondere an einem guten Messejahr, dessen Höhepunkte in der Möbelmesse zusammen mit der Living Kitchen zu Beginn des Jahres 2011 und der ANGUA im Herbst zu finden sind“, so Luxem weiter. Trotzdem sieht die Kölner Hotellerie die Kulturförderabgabe als großes Hemmnis an. „Wir beobachten gerade im Tagungsbereich Abwanderungen in Nachbarstädte ohne Matrazenmaut und müssen uns natürlich auch die Frage stellen, wie viele Gäste mehr nach Köln gekommen wären, würde es die Kulturförderabgabe nicht geben“, so Luxem abschließend.

[cs]

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