Köln | Vor einer kritischen Wohnsituation für Studierende warnt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit Blick auf das beginnende Wintersemester. In Hochschulstädten fehlten Zehntausende günstige Wohnungen und Zimmer, geht aus bisher unveröffentlichten Zahlen des DSW hervor, über die der „Spiegel“ berichtet. Eine Nachfrage dieser Internetzeitung in dieser Woche zur aktuellen Situation vor dem Hintergrund des Wiederauflebens der Präsenzlehre im beginnenden Wintersemester wich das Kölner Studierendenwerk aus und verwies auf die Zahlen 2020, die gerade präsentiert wurden.

Die Lage in Deutschland

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Demnach haben sich in München 15.000 Studierende auf Wartelisten für Wohnheimplätze eingetragen, in Berlin 4.000, in Frankfurt am Main 3.000, in Heidelberg 2.300. „Bund und Länder haben viele zusätzliche Studienplätze geschaffen, aber leider zu wenig Wohnheimplätze. Das rächt sich nun“, sagte DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl und fordert eine Bund-Länder-Offensive für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende. Bisher bieten die Studentenwerke 196.000 Wohnheimplätze an – das reicht für nicht einmal zehn Prozent der Studierenden.

In Köln stellt das Studentenwerk 5.000 Wohnplätze zur Verfügung

Mit dem aktuellen Beginn des Wintersemesters starten die Hochschulen wieder in ein Semester in dem die Präsenzveranstaltungen wieder zur Regel werden, was besonders NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen euphorisch in einer schriftlichen Mitteilung begrüßte. Damit geht vor allem in Köln die Frage vieler Studierender einher: Wo soll ich wohnen? Das Kölner Studierenden Werk spricht von „gut 5.000“ Wohnplätzen in seinem Geschäftsbericht 2020. Mittelfristig sei der Ausbau auf 6.000 Plätze geplant und davon aktuell 400 in Planung. 2020 registrierte das Studierenden Werk in Köln in Köln einen leichten Rückgang bei den Bewerbungen, aber es gebe in „Köln weiterhin eine hohe Übernachfrage“. Die Wohnheimplätze seien zu fast 100 Prozent vergeben. Wie sich die aktuelle Situation gestaltet, also ob die Nachfrage gerade durch die Rückkehr in die Präsenz als Regel steige, beantworte das Kölner Studierenden Werk nicht. Allerdings merkt das Kölner Studierenden Werk in seinem Geschäftsbericht an, dass die Rückkehr in die Präsenz für seine eigene wirtschaftliche Entwicklung ein wichtiger Faktor sei. In den Kölner Mensen gilt 3G.

Autor: red, dts
Foto: Symbolbild

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