Symbolbild Gasbrenner

Berlin | dts | Die Gasnetzgebühren für Haushalte steigen im nächsten Jahr im bundesweiten Durchschnitt um rund zwei Prozent auf ein neues Allzeithoch. Allerdings gibt es regional deutliche Unterschiede, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergeben hat, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten. „Durch die gestiegenen Gasnetzgebühren geraten die Gaspreise von allen Seiten unter Druck“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

„Die meisten Haushalte mit Gasheizung in Deutschland müssen in diesem Winter mit deutlichen Gaspreiserhöhungen rechnen.“ In der aktuellen Heizperiode hätten bereits 47 regionale Gasversorger die Preise um durchschnittlich zwölf Prozent erhöht. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr – für ein typisches Einfamilienhaus – liegen die Netzentgelte 2021 im Bundesschnitt bei 325 Euro (netto), rechnet Verivox vor.

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Nach aktuellem Stand wird sich dieser Wert im nächsten Jahr um fünf Euro auf 330 Euro (netto) erhöhen. Haushalte in Ostdeutschland zahlen im Schnitt 354 Euro und damit rund neun Prozent höhere Netzkosten als im Westen (325 Euro). Den stärksten Anstieg gibt es in Bremen mit neun Prozent, was eine jährliche Mehrbelastung von 31 Euro bedeutet.

Eine Senkung der Gasnetzentgelte findet in keinem Bundesland statt, so Verivox. Nur in Bayern und Sachsen-Anhalt bleiben die Netzgebühren stabil. Der Gaspreis setzt sich 2021 laut Energie-Branchenverband BDEW aus drei Bestandteilen zusammen: Rund 33 Prozent entfallen bei Einfamilienhäusern auf Steuern und Abgaben, 26 Prozent auf Netzentgelte und 41 Prozent auf Beschaffung und Vertrieb.

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