Symbolbild Sturmwarnung

Köln | aktualisiert | Wer in Köln aktuell aus dem Fenster blickt oder sogar auf die Straße muss, der wird feststellen es ist ungemütlich und immer wieder fegen kräftige und ordentlich Böen durch die Straßen. Bei der Kölner Feuerwehr ist die Einsatzlage ruhig, aber die Beamten warnen die Kölner Bevölkerung. Zwischenzeitlich wurde in NRW der Bahnverkehr eingestellt, der jetzt aber wieder rollt.

Bis 7 Uhr sei die Einsatzlage ruhig geblieben meldet die Kölner Feuerwehr. Dies betraf das Sturmtief „Hendrik“. Jetzt meldet sich Sturmtief „Ignaz“ und wieder müssen Kölner*innen mit Sturmböen und Starkregen rechnen.

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Diese Verhaltenstipps geben die Kölner Feuerwehrbeamten:
• Halten sie sich während des Sturms in einem Gebäude auf.

• Schließen Sie Fenster und Türen.
• Niemals bei Sturm in Waldgebiete gehen oder fahren.

• Rechnen Sie auch in der Stadt mit umherfliegenden Gegenständen, abstürzenden Dachziegeln oder Ästen. Auch nach dem Sturm können sich losgelöste Gegenstände oder Äste noch herabfallen.
• Vermeiden sie generell nach Möglichkeit Autofahrten.

• Rechnen Sie immer mit auftretenden Hindernissen durch herabfallende oder umgestürzte Gegenstände im Straßenverkehr
• Halten Sie Abstand zu Baugerüsten, Hochspannungsleitungen u. ä. Keine Gegenstände aus Strom- oder Fahrleitungen selbstständig entfernen
Verzichten sie darauf, Sturmschäden (wie lose Dachziegel) während des Unwetters zu beseitigen.
• Sichern Sie lose Gegenstände (Mülltonnen, Gartenmöbel, usw.) rund um Ihr Haus, Balkon und Terrassen
• Halten Sie die Notrufleitungen frei, bei einem eingetretenen Schadensereignis oder Notfall rufen Sie die den Notruf 112 an und folgen den Anweisungen des Leitstellendisponenten, keine Notrufmeldungen über soziale Medien
• Bei nicht verlegbarer Nutzung von ÖPNV vorab über Verspätungen oder Veränderungen informieren
Bei Autofahrten, gerade auf freier Strecke, Straßeneinmündungen und Brücken, ist immer mit auftretenden starken Seitenwinden zu rechnen.

Der Kölner Zoo bleibt heute aufgrund des Sturmereignisses den gesamten Tag über geschlossen. Die Stadt Köln warnt vor dem Hintergrund möglicher Orkanböen bis 110 km/h im Kölner Stadtgebiet davor Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu betreten.

Schäden durch Sturmtief „Ignatz“ – Bahn-Verkehr in NRW eingestellt  

Sturmtief „Ignatz“ hat am Donnerstag Schäden in manchen Teilen Deutschlands verursacht. Die Bahn teilte mit, es komme bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen. Aufgrund von Unwetterschäden wurde der Fernverkehr in NRW vorübergehend komplett eingestellt.

Vielerorts stürzten Bäume um, und das auch innerorts wie beispielsweise in Ratingen, die Feuerwehr musste ausrücken. Der Deutsche Wetterdienst warnte Stand Donnerstagvormittag für das ganze Land vor Unwetter mit verbreitet orkanartigen Böen. Insbesondere in Sachsen soll es dazu den Tag über schwere Gewitter geben, auf dem Brocken gar „extreme“ Orkanböen, wie es hieß.

Polizei und Feuerwehr NRW-weit im Einsatz

Das Innenministerium NRW zog um 12:40 Uhr eine erste Bilanz der beiden Tiefdruckgebiete und den von ihnen verursachten Sturmschäden. Bis 8 Uhr heute Morgen rüchten die Feuerwehren in NRW zu insgesamt 366 durch den Sturm verursachten Einsätzen aus. Und so war die Lage in NRW bezogen auf die Regierungsbezirke:
• Arnsberg: 110
• Detmold: 41
• Düsseldorf: 79
• Köln: 116
• Münster: 20

Die fleißigen Statistiker*innen im Innenministerium zählten 1.800 Einsatzkräfte die zur Beseitigung von Sturmschäden aktiviert wurden. Die Polizei ordnet der Witterung 36 Verkehrsunfälle zu.

Verletzte durch Sturm – NRW-Bahnverkehr wieder aufgenommen   

Die Sturmtiefs „Ignatz“ und „Hendrik“ haben Personen- und Sachschäden in manchen Teilen Deutschlands verursacht. In Frankfurt am Main stürzte ein Baugerüst ein, dabei wurde ein Bauarbeiter verletzt. Auf einem Wochenmarkt in Ratingen wurden drei Menschen durch einen umgestürzten Stand verletzt.

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Donnerstagmittag vor weiterhin verbreiteten Sturmböen in ganz Deutschland. Lokal soll es kurzzeitig zu teils orkanartigen Böen kommen, auf dem Brocken gar zu extreme Orkanböen. Im Norden sind einzelne Gewitter zu erwarten.

Für Hamburg warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vor einer Sturmflut. Gegen 18 Uhr wird der Hochwasserscheitel am Pegel St. Pauli mit einer Höhe von 3,40 bis 3,90 Metern über Normalhöhennull erwartet, das entspricht 1,25 bis 1,75 Meter über dem mittleren Hochwasser. Tiefliegende Gebiete im Hafen, in der HafenCity und den elbnahen Gebieten sollen gemieden werden, so die Polizei.

Zwischenzeitlich hatte die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Seit Mittag fahren die Züge nach und nach wieder, in anderen Landesteilen kann es aber weiter zu Störungen kommen. Deswegen führte die Bahn für ganz Deutschland eine Kulanzregel ein: Alle Fahrgäste, die ihre für den 21. Oktober geplante Reise aufgrund des Sturmtiefs verschieben möchten, können ihr bereits gebuchtes Ticket für den Fernverkehr bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen, wie es hieß.

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