„Tiere suchen ein Zuhause“-Moderatorin Claudia Ludwig stellt anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihrer Sendung Schicksale vieler Tiere vor, die sie in den vergangenen Jahren vermittelt hat. Darunter auch jenes der beiden Hunde „Pronto“ und „Flokati“. „Die Hunde aus dem Süden liegen mir besonders am Herzen“, betonte Ludwig. Den Mischling „Pronto“ habe sie einer Hundetötungsstation in der Türkei entrissen und ihn an die neue glückliche Besitzerin Ute Siebert vermitteln können. Der schwarze Pekinese mit dem Namen „Flokati“ war vor der Vermittlung an Frauchen Erika Huhn in der Sendung zu sehen. Diese schwärmte von der ausgeprägten Persönlichkeit ihres zwölf Jahre alten Schützlings und räumte ein, dass er anfangs „eine kleine Kampfratte“ gewesen, inzwischen aber ruhiger und ausgeglichen geworden sei. Unterstützt wird Ludwig in ihrer Jubiläumssendung von prominenten Gästen wie etwa Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke.

Nicht nur Problemtiere
Am Konzept der Sendung habe sich über die letzten 20 Jahre einiges verändert, so Ludwig: Nachdem die Sendung anfangs noch zweigeteilt war, wurden „Zeit für Tiere“ und „Tiere suchen ein Zuhause“ zusammengelegt und auf eine Stunde Sendezeit verlängert. Früher habe die Sendung viele Tiere gezeigt, „die sonst keine Chance haben“, das heißt Tiere, die etwa dreibeinig oder blind waren, erzählt Ludwig. Mittlerweile seien auch „attraktivere Tiere in der Auswahl. Es sind nicht nur Problemtiere im Tierheim“, so die Moderatorin. Gezeigt und vermittelt werden aber nicht nur Hunde, sondern auch „Exoten“ wie Leguane und Ochsen oder ein dreimonatiges Wildschweinferkel, das sich während einer Vorstellung ein kleines Schläfchen gönnte. Solche und ähnlich tierische „Pannen“ werden ebenfalls Teil der Jubiläumssendung sein.

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„Manchmal kann man nur berichten“
Dem Redaktionsteam um Ludwig ist daran gelegen, mit ihrer Sendung auch Kinder für das Thema Tierschutz zu sensibilisieren. So hat Ludwig unter anderem mit ihrem Buch „Kinder brauchen Tiere“ (2000) auf den pädagogischen Aspekt ihrer Arbeit hingewiesen. Ludwig selbst ist zum Thema Tierschutz nicht nur als Moderatorin tätig, sondern dreht auch Reportagen. So zeigt eine Reportage in Kairo unter anderem die Misshandlung eines Esels den Ludwig aus logistischen Gründen nicht nach Deutschland mitnehmen konnte. „Manchmal kann man nur berichten“, so Ludwig.

Ab November wird es nach Angaben der Redaktion ein neues Studio geben: statt der bisherigen Strohballen sollen Sofas eine Wohnzimmeratmosphäre schaffen, in der sich die Tiere auf ihr neues Zuhause vorbereiten können.

[il]

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