"Die Ratingagenturen sollten sich zurückhalten, auf der Grundlage von Spekulationen Öl ins Feuer zu gießen", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, "Handelsblatt Online". Das Volumen der EFSF bleibe unverändert. "Es gibt also keine neuen Erkenntnisse, die die Ratingagenturen zu einer anderen Einschätzung bewegen könnten." Außerdem sei noch nicht entschieden, wie die Schlagkraft der EFSF erhöht werden soll. "Auf dieser Grundlage kann man schlecht eine Aussage über die Entwicklung des Ratings von Deutschland treffen." Der S&P-Experte David Beers hatte zuvor in einem Interview erklärt, die verschiedenen Alternativen zur Reform des Rettungsschirms EFSF könnten sich auf die Kreditwürdigkeit in unterschiedlicher Weise auswirken. Dies könne sich auch in führenden Euro-Zonen-Ländern wie Deutschland oder Frankreich bemerkbar machen. Am Donnerstag soll der Bundestag über die Aufstockung der Kreditgarantien für die EFSF entscheiden. S&P-Experte Beers warnte Deutschland, die eigene Wirtschaftskraft nicht zu überschätzen.

[dts]

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