Köln | Auf der Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld herrscht reges Treiben, Radfahrer, Autofahrer sind unterwegs, es wird geparkt, eingekauft und auch geklaaft. Einer steht still: Norbert Krause zwischen Neptunplatz und Rotehausstraße für 22 Stunden und 48 Minuten. Er zeigt mit dieser Aktion auf, wie lange ein Fahrzeug normalerweise parkt. Report-K hat Norbert Krause  interviewt, er freut sich auf Gäste auf dem Beifahrersitz und gute Gespräche.

Hereinspaziert steht auf der Matte vor der Beifahrertür. Und wer sich zu Norbert Krause in den Wagen setzt, der kann mit ihm über Mobilität sprechen. Aber auch über den Platzverbrauch eines PKW, seine langen durchschnittlichen Standzeiten pro Tag. Krause will mit dem Experiment nicht ins Guinessbuch der Rekorde, sondern die lange Standzeit der PKW sichtbar machen. Übrigens löst er dazu natürlich auch anständig Parktickets. Es ist seine erste Aktion dieser Art. Mit im Wagen hat er ein wenig Proviant, Getränke, ein Buch. Dieses hofft er allerdings nicht zu benötigen und stärker auf die Gesprächsbereitschaft seiner Mitmenschen.

Die sind allerdings an einem Freitagnachmittag noch sehr busy und mit Einkäufen oder dem Nachhausekommen nach einer langen Arbeitswoche beschäftigt und weniger auf plaudern aus. Krause hofft nun auf den Abend und die Partypeople im hippen Ausgehviertel.

Krause fiel schon der viele Fußgängerverkehr auf der Venloer Straße auf. Denn Krause will die Zeit auch nutzen den Verkehr über einen so langen Zeitraum zu beobachten. Ein spannendes Experiment, dass vielen erst die Augen öffnen dürfte, wie lange das eigene Fahrzeug eigentlich geparkt ist. Und man darf gespannt sein, was Norbert Krause an Geschichten nach 22 Stunden und 48 Minuten erzählen kann, über den ruhenden und ihn umbrausenden Verkehr.

Autor: Andi Goral
Foto: Norbert Krause steht 22 Stunden und 48 Minuten in der Venloer Straße in Köln Ehrenfeld