VfL Gummersbach gewinnt Hinspiel im Finale des Europapokals der Pokalsieger

Köln, 17.5.2011, 10:05 Uhr > Mit 30:28 (11:48) hat der VfL Gummersbach das Finalhinspiel im Europapokal der Pokalsieger bei Tremblay-en-France gewonnen. Das Rückspiel gegen die Franzosen findet bereits am Freitagabend in der Kölner LANXESS arena statt.

Der tragische Held des 30:28-Hinspielerfolgs in Tremblay war Christoph Schindler. Als bester Torschütze war er mit acht Toren entscheidend daran beteiligt, dass der VfL Gummersbach mit zwei Toren Vorsprung am kommenden Freitag (Anwurf 19.30 Uhr, LANXESS Arena) in das Rückspiel um den Europapokal der Pokalsieger geht. Doch ausgerechnet bei seinem letzten Treffer zum 29:24 (58.) verletzte er sich am linken Sprunggelenk so schwer, dass er vom Spielfeld getragen werden musste. Die erste Diagnose: Schwere Bänderverletzung. Ob Schindler beim Rückspiel schon wieder eingesetzt werden kann, ist höchst fraglich. Damit läuft er Gefahr, das zweite Europapokalfinale in Folge zu verpassen. Denn schon im letzten Jahr musste er zuschauen.

Noch mit Christoph Schindler hatte der VfL vor 1500 Zuschauern im Palais des
Sports schnell gemerkt, weshalb der aktuelle Tabellensechste der französischen ersten Liga im Europapokalfinale steht. Torhüter Dragan Pocuca parierte heute fast 20 Würfe der Gummersbacher. Im Defensivverhalten ist Tremblay wenig zimperlich. Und außerdem sorgt die Mannschaft von Trainer Stéphane Imbratta immer für Torgefahr. Im Hinspiel vor allem über Damien Waeghe, mit sieben Toren bester Werfer, und Kapitän Ibrahima Sall, sechs Treffer. Aus sieben Metern hatte Mathieu Drouhin eine Quote von 100 Prozent (4/4).

Dass der Titelverteidiger im europäischen Pokalsiegerwettbewerb trotzdem mit zwei Toren
Vorsprung die Rückreise antreten konnte, lag an der nötigen Cleverness. Igor Anic holte sich
eine 2-Minuten-Strafe ab, als Tremblay kurz vor Schluss nach der 18. Parade ihres Schlussmannes beim Stand von 27:30 in Ballbesitz geriet. Der Franzose hielt seinen
Landsmann Mathieu Drouhin samt Ball noch in der eigenen Hälfte einfach fest. Und bei eigenem Angriff, nach der ersten Führung zum 5:4 (11.), landeten die Gummersbacher immer wichtige Treffer, wenn Tremblay wieder aufkam. Vedran Zrnic von Rechtsaußen mit dem 14:11 kurz vor der Pause, Christoph Schindler zum 18:15 (40.) oder Geoffroy Krantz mit dem
letzten VfL-Treffer zum vorentscheidenden 30:26 in der 59. Minute.

[dr]

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