Olaf Janßen trifft mit Viktoria Köln auf seinen Ex-Klub Dynamo Dresden. Foto: Bopp

Köln | Am Samstag erwartet Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg (14 Uhr) Absteiger Dynamo Dresden in der Dritten Liga. Nach zwei Siegen gegen Wehen-Wiesbaden und bei Rot-Weiss Essen will die Mannschaft von der Schäl Sick auch den Aufstiegsaspiranten ärgern.

Dabei ist das Aufeinandertreffen gegen die Sachsen besonders für Olaf Janßen ein spezielles. Der Kölner Coach begann seine Laufbahn als Cheftrainer in der Saison 2013/14 bei Dynamo. Er übernahm das Amt am 4. September 2013 von Peter Pacult. „Es war ein kleines Himmelfahrtskommando. Wir hatten in der Zweiten Liga nur drei Punkte nach sechs Spielen“, erinnert sich Janßen an seine damalige Zeit.

Olaf Janßen stieg mit Dynamo Dresden ab

Jedoch stieg er mit Dresden am Ende ab. Am letzten Spieltag setzte es eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld. Während sich die Ostwestfalen mit dem Sieg retteten, mussten die Sachsen in die Dritte Liga. Den Neustart durfte Janßen nicht mehr begleiten.

„Leider konnten wir die Klasse nicht halten. Aber ich habe viele tolle Leute kennengelernt und einen großen Zuspruch von Seiten der Menschen erfahren. Ich wurde trotz des Abstieges auch nie beschimpft. Es war eine schöne Zeit und ich bin immer noch dankbar über die Chance, die ich damals in Dresden bekommen habe.“

Die Freundschaft wird am Samstag jedoch für die 90 Minuten ruhen. Die Viktoria möchte den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen und ein Schwergewicht der Dritte Liga besiegen. „Der Verein hat eine brutale Wucht, der Kader ist topbesetzt“, weiß Janßen. „Aufgrund ihres variablen Positionsspiels werden wir sicher maximal quälen müssen.“

Viktoria Köln will mutig auftreten

Denn Dynamo hat den Spielstil, den der frühere Coach des 1. FC Köln, Markus Anfang, einfordert, bereits verinnerlicht. „Wir werden alles reinwerfen. Ich hoffe, dass wir an unsere spielerische Klasse herankommen, um eine Partie auf Augenhöhe bestreiten zu können“, sagt Janßen. „Die Jungs sollen und müssen mutig auftreten, damit etwas Zählbares für uns herausspringt. Wir müssen aber eine Schüppe auf die bisherigen Leistungen drauflegen.“

Dabei zeigte die Viktoria beim souveränen 4:1-Erfolgs in Essen, dass sie auf dem richtigen Weg ist. „Das war ein deutlicher Schritt nach vorne“, lobte Janßen seine Elf. „Ein Sieg an der Hafenstraße ist schon besonders und sollte noch mehr Selbstvertrauen geben.“

Innenverteidiger Christoph Greger wird nach abgelaufener Sperre wieder im Kader stehen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Schlussmann Ben Voll. Der 21-Jährige hat seine Lebensmittelvergiftung auskuriert, ob es jedoch zu einem Einsatz reicht, entscheidet sich kurzfristig. Kann Voll nicht ins Tor, wird wie bei RWE Elias Bördner zwischen den Pfosten stehen.