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Halle / Köln | Die Viktoria hat auch den zweiten Matchball zum Klassenerhalt in der Dritten Liga vergeben. Nach dem 1:1 gegen den SV Meppen am vergangenen Montag schaffte die Mannschaft von Olaf Janßen auch beim Halleschen FC nicht den nötigen Dreier zur Rettung. So müssen die Höhenberger weiter zittern, da die Kontrahenten munter punkteten.

Denn Viktoria Berlin (2:1 gegen Saarbrücken) sowie der SC Verl durch das 3:0 gegen Wiesbaden erledigten ihre Hausaufgaben und rutschten in der Tabelle näher an die Viktoria heran. Die muss in den letzten beiden Begegnungen gegen die beiden Topteams Kaiserslautern und Braunschweig unbedingt punkten, um nicht doch noch auf den letzten Abstiegsplatz abzustürzen.

Viktoria Köln ist seit vier Spielen ohne Sieg

„Beide Mannschaften haben viel investiert, es ist ein gerechtes Unentschieden. Aber die Köpfe sind bei beiden Vereinen unten, weil sie es verpasst haben, den letzten Schuss zu setzen. Aber ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten werden „, sagte Viktoria-Stürmer David Philipp nach dem vierten Spiel in Folge ohne Dreier. „Wir können auch gegen die Hochkaräter der Liga gewinnen. Das haben wir in der Hinrunde schon bewiesen.“

Ein Sieg bedeutete die Rettung – sowohl für Halle als auch für die Viktoria. Dementsprechend gingen beide Mannschaften die Partie mit einem offensiven Visier an. Bereits nach fünf Minuten musste Kölns Torwart Moritz Nicolas einen Freistoß von Michael Eberwein zur Ecke entschärfen, auf der anderen Seite machten es die Gäste bei einer Standardsituation besser.

Einen Freistoß von Marcel Risse verlängerte Kai Kleefisch maßgerecht auf den Kopf von Jeremias Lorch und der Defensivspezialist traf zur frühen Führung. Beim dritten Saisontreffer des Verteidigers war der ehemalige Viktoria-Schlussmann Daniel Mesenhöler ohne Abwehrchance.

Viktoria Köln musste Jeremias Lorch ersetzen

Bitter für die Höhenberger: Lorch musste bereits nach 25 Minuten ausgewechselt werden. Der Abwehrspieler verletzte sich am linken Oberschenkel und musste runter. Dafür rückte Moritz Fritz in die Dreierkette. Jedoch fehlte mit Lorch der Anker der Defensive und Halle nutzte die anfänglichen Abstimmungsprobleme in der Gäste-Defensive zum Ausgleich. Marcel Titsch Rivero kam aus kurzer Distanz völlig frei zum Kopfball und markierte das 1:1 (33.).

Nach der Pause wurde die Viktoria immer mehr in die eigene Defensive gedrängt, zu selten schafften es die Gäste für nötige Entlastung zu sorgen. Aber dank einer kämpferisch und läuferisch starken Leistung brachte das Team von Trainer Olaf Janßen das Remis über die Zeit und nahm zumindest einen Zähler mit in die Domstadt.

„Die Jungs haben sich die Seele aus dem Leib gelaufen. Leider haben wir in den ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt. Nach der Pause mussten wir einiges Aushalten, da hat Halle alles nach vorne geworfen“, erklärte Janßen. Zur Lage meinte der Coach: „Wir haben alles in der eignen Hand und das ist ein gutes Gefühl.“

Fortuna Köln nur Remis gegen Alemannia Aachen

Ein zähes Spiel sahen die Anhänger zwischen Fortuna Köln und Alemannia Aachen. Während es für die Gastgeber sportlich um nichts mehr ging, holten die Gäste einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) treffen die beiden Regionalligisten erneut aufeinander. Dann steigt in der Südstadt das Halbfinale im Mittelrheinpokal. Der Sieger trifft dann im Finale auf die Viktoria.

Derweil laufen bei den Südstädtern die Personalplanungen auf Hochtouren. Dominik Lanius und Kai Försterling bleiben der Fortuna in der kommenden Saison erhalten. Dafür muss Sportdirektor Matthias Mink Jannik Löhden ersetzen. Der Kapitän, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, geht von Bord und wechselt zum VfB Lübeck.

Mink: „Wir bedauern Janniks Weg nach Hamburg, da wir ihn gerne noch in Köln behalten hätten. Es gab viele lange und intensive Gespräche mit ihm, doch schlussendlich hat sich sein Bauch für seine Heimat entschieden.“