Köln | Die Bläck Fööss, Tommy Engel & Band, Micky Brühl oder Björn Heuser – wer in der Kölner Musikszene Rang und Namen hat, tritt in den nächsten sechs Monaten in der Volksbühne am Rudolfplatz auf. Dazu Altstars wie Katja Epstein und Stephan Sulke. Dazu Kabarett, Comedy und Theater. Dabei natürlich das neue Stück von Peter Millowitsch, „Wer weiß wofür et jot es“ heißt es und hat am 12. Oktober Premiere.

Unter den Kölner Gästen ist auch Klaus der Geiger, der auf der Bühne mit Sohn, Tochter und Gitarrist Marius Peters seinen 77. Geburtstag feiern wird. Er hat versprochen, das Zeitlimit 22 Uhr einzuhalten. Dann muss nämlich – nach der Klage eines Theaternachbarn wegen Lärmbelästigung – Schluss sein. Sonst hat es Klaus von Wrochem nämlich nicht ganz so mit dem Aufhören: Gerade erst hat er zwei Anzeigen vom Ordnungsamt bekommen, weil er in Kölns Fußgängerzone drei Minuten länger spielte als erlaubt. „Die standen mit der Uhr neben mir, ohne mich zu warnen“, schüttelte der Straßenmusiker den Kopf, als das Halbjahresprogramm der Volksbühne vorgestellt wurde.

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Musik aus Kurdistan und Kölner Stadtgeschichte in alten Filmen

Für den internationalen Musikbeitrag sorgt die kurdische Sängerin Beser Sahin mit ihrem Ensemble. Aus Düsseldorf kommt das Kabarett „Kom(m)ödchen“, aus Bonn das Improvisationstheater „Springmaus. Poetry Slam steht ebenso auf dem Programm wie Hermann Rheindorf mit seiner Reihe „Altstadtkino“, in denen er die Geschichte Kölns mit privaten und offiziellen Filmen erzählt.

Musicals und Revuen erwecken alte Ohrwürmer zu neuem Leben, das Lustspiel „Pension Schöller“ erfüllt den Wunsch nach Volkstheater. Hier kommt bei einer Vorstellung auch die Gebärdendolmetscherin Aline Ackers zu einem von insgesamt fünf Einsätzen. Für Volksbühnen-Geschäftsführer Birger Steinbrück ein Beitrag, sein Theater barrierefrei zu machen. Ein weiterer ist ein Treppenlift, der ab oktober einsatzbereit sein wird. Auch an Hilfestellungen für Sehbehinderte ist gedacht.

Peter Millowitsch sucht sein Glück mit Helene Fischer

Volkstheater garantiert auch Peter Millowitsch, für den die Wochenenden der Spielzeit reserviert sind. „Wer weiß wofür et jot es“ ist das 19. Stück, das er zusammen mit Barbara Schöller geschrieben hat. Er selber spielt einen Frisör, der sich als schwul ausgeben muss und versprochen hat, Helene Fischer in seinen Salon zu locken. Wenn das mal gut geht…

„Sinnlich-Sündiges“ verspricht die Berliner Burlesk-Gruppe „Evi & das Tier“, skurrile Musik das „Glasblassing Quintett“, das leere Flaschen in Instrumente umwandelt. Comedian Knacki Deuser ist dabei und „The Groove@Grufties“ mit ihrer „Rock’n Rollator Show“. Für Kinder gibt’s die „Weihnachtsgeschichte – erzählt vom Engel und vom Esel“ und „Die kleine Meerjungfrau“, die sich Bluessänger Richard Bargel vorgenommen hat.

Autor: ehu | Foto: ehu
Foto: Klaus der Geiger | Foto: ehu

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