Symbolbild Wolf

Köln | In Schermbeck ist ein Wolfsgebiet von NRW. Heute wurde dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ein tot aufgefundenes Pony auf dem Gemeindegebiet Hünxe gefunden. Nach einer ersten Analyse könnte es sich um einen Wolfsriss handeln.

Das Tier sei durch einen Kehlbiss getötet worden. Experten nahmen DNA-Proben. Das Pony wurde heute zur veterinärpathologischen Untersuchung in das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld gebracht.

„Es bereitet mir Sorge, dass nach Schafen, die auf den Weiden geschützt werden müssen, jetzt offenbar auch einzelne Pferde angegriffen werden. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass das Pony von einem oder mehreren Wölfen gerissen wurde, wäre es bereits der dritte Wolfsriss eines Ponys“, so Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser in einem schriftlichen Statement.

Die Ministerin kündigte an, die Förderrichtlinie und damit verbundene Unterstützungs-Leistungen auch auf Pferdehalter auszuweiten. Konkrete Rahmenbedingungen und Kriterien würden derzeit ausgearbeitet, um auch Pferde in den betroffenen Regionen besser vor Übergriffen zu schützen.

Das Ministerium zum Wolfsgebiet Schermbeck: „Im Oktober 2018 wies das Umweltministerium mit dem „Wolfsgebiet Schermbeck“ am unteren Niederrhein das erste Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen aus, nachdem davon auszugehen war, dass eine Wölfin mit der Kennung GW954f im Kreis Wesel standorttreu geworden ist. Im April 2020 konnte das LANUV das Vorkommen eines weiteren männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigen, im selben Jahr hatte das territoriale Wolfspaar im Territorium „Schermbeck“ erstmals Nachwuchs. Aktuell sind zwei erwachsene Tiere und eine bisher unbekannte Zahl an Welpen nachgewiesen.“