Bedienung mit Spaßfaktor

 »50 Prozent des Stroms wird außerhalb der Industrie verbraucht, davon 27 Prozent in Privathaushalten«, berichtet der Projektleiter, Dipl.-Informatiker Alex Maier. Durch »smart metering«, der intelligenten, vernetzten Strommessung, kann man den Stromverbrauch senken, Geld sparen und der Umwelt nutzen, da ist sich Maier sicher. Die Technik, um die Verbräuche einzelner elektrischer Geräte zentral zu erfassen, gibt es schon im Handel. Ein System, das im Labor von Prof. Klocke eingesetzt wird, ist »Digitalstrom«, eine Entwicklung der ETH Zürich. Dabei wird die herkömmliche Sicherung im Stromkasten ersetzt durch einen Mini-Server, also einen vollwertigen Computer mit Internetanschluss. Die Sensoren für die einzelnen Verbraucher melden ihre Verbräuche an den Server. »Was hier noch fehlt, ist eine Bedienoberfläche, mit der das Stromsparen Spaß macht«, so ArcMind-Geschäftsführer Christian Borgert. So eine leicht bedienbare Oberfläche mit »Spaßfaktor« wollen Prof. Klocke, Alex Maier und Studenten wie Alexander Betker entwickeln. Sie soll so ausgelegt werden, dass man sie auch mit einem Smart Phone bedienen kann.

Innovationssuche mit Studenten

»Wir suchen die Innovation«, erläutert Borgert die Motivation seiner Firma, beim Projekt mitzumachen: ArcMind mit seinen 45 Mitarbeitern könnte ein solches Vorhaben neben dem Tagesgeschäft nicht selbst durchführen. Außerdem sieht das Unternehmen in der Kooperation mit der Hochschule eine Chance, gute Studierende oder Absolventen als Nachwuchs zu gewinnen. Borgert sieht auch ein großes Interesse bei den Energieversorgern. So könnte ein Stromversorger einem Privathaushalt die erforderliche Technik finanzieren und dann einen speziellen Tarif anbieten, der für beide Seiten günstiger ist, weil die teuren Verbrauchsspitzen, z.B. zur Mittagszeit, durch die intelligente Steuerung abgefedert würden.



sk

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