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Foto: Hohe Domkirche zu Köln, Dombauhütte; Foto: Reinhard Matz & Axel Schenk

Dom-Teufelchen wissenschaftlich untersucht

Köln | Sie sind drollige Besonderheiten der Kunst des Mittelalters. Drôlerien nennen Kunstwissenschaftler sie, groteske, karikaturähnliche Figuren, Teufelchen und Fabelwesen.

Weltberühmt sind die Steinfiguren an Notre-Dame in Paris und auch am Kölner Dom gibt es sie. Experten kennen sie auch in der Buchmalerei und mittelalterlichen Handschriften.

Fast sensationell nun die Entdeckung, dass es sie auch im Kölner Dom gibt. Genauer: Es gibt über 500 (!) davon, versteckt in den Malereien der Chorschranken. Eine Kunsthistorikerin hat sie nun wissenschaftlich analysiert und ihre Promotion dazu verfasst. Das volumige, zweibändige Werk ist soeben unter dem Titel „Die Drolerien der Chorschrankenmalerei des Kölner Doms" im Verlag Kölner Dom (139 € ) erschienen.

Die Chorschranken sind die meterhohen Raumteiler, die den inneren Chorbereich vom Chorumgang trennen. Sie separieren den Bereich zwischen dem frei stehenden Hochaltar und dem goldenen Dreikönigsschrein, der in früheren Zeiten einmal den Domherrren und der hohen Geistlichkeit vorbehalten war. Unten das hölzernde Chorgestühl, darüber die Chorschrankenmalereien, oben die mannshohen Steinfiguren, die heute eher das Auge anziehen.

Wo ein Laie heute nur sechs große, dunkle Bildtafeln sieht, erkennt ein Experte in den Chorschrankenmalereien „einen der größten und sicher den anspruchsvollsten Wandmalereizyklus des frühen 14. Jahrhunderts in Deutschland".

Doch was weder das Laien- noch das Expertenauge auf den ersten Blick sieht, hat nun die  Kunstwissenschaftlerin Katharina Bornkessel entdeckt: Auf den roten und blauen Hintergründen der Malereien finden sich Hunderte Drolerien. Manchmal sehen sie aus wie kleine Teufelchen, die da den Domherren im wahrsten Sinne des Wortes im Nacken sitzen. Aber es gibt auch Figuren aus dem Repertoire der hohen und niederen Minne, aus Ritterkämpfen etc. Viele der Szenen haben einen Bezug zur höfischen Literatur der Zeit aber auch zur Philosophie des Mittelalters. Katharina Bornkessel hat dies nun minutiös untersucht und zuzuordnen versucht. Auch hier zeigt sich: Der Kölner Dom, der vielen doch so gotisch und so deutsch galt, hat auch bei seinen kleinsten Kunstwerken enge Beziehungen nach Frankreich.

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