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Gregor Stiels, der neue Vorsitzende des Kölner Katholikenausschusses, arbeitet auch beim Runden Tisch für Integration mit.

Runder Tisch für Integration warnt: Sozialer Frieden ist in Gefahr

Köln | Den sozialen Frieden in Gefahr sieht der Kölner Runde Tisch für Integration. Damit kein Hass gegen Geflüchtete in der Stadt entsteht, fordert er die Stadt dringend auf, in Wohnungen und Bildung zu investieren. Vom Jobcenter erwartet er mehr Anstrengungen, anerkannten Flüchtlingen Ausbildung und Jobs zu vermitteln.

Eine entsprechende Erklärung legten jetzt die Wolfgang Uellenberg van Dawen und Gregor Stiels vor. Die beiden Sprecher des Runden Tischs sehen die bislang erfolgreiche Arbeit für die Integration von Flüchtlingen gefährdet. Dabei sei die Zahl der von der Stadt zu Betreuenden in diesem Jahr auf rund 10.000 gesunken. 5.800 Geduldete sind registriert, so der 19. Flüchtlingsbericht an den Sozialausschuss des Rates im vorigen Jahr.

Die Integration der Geflüchteten ist eine langfristige Aufgabe

Die meisten Geflüchteten leben immer länger in Köln und werden auch in den nächsten Jahren hier sein, stellt der Runde Tisch fest. Denn in ihrer Heimat sei kein Ende von Terror, Krieg, Bürgerkrieg und Verfolgung aus politischen, ethnischen, religiösen oder anderen Gründen abzusehen.

Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und Hotels sei für die Stadt die kostenintensivste und für das miteinander in den Stadtteilen manchmal auch die ungünstigste Form der Unterbringung. Günstiger seien eigene Wohnungen. Zwar hätten Genossenschaften und private Vermieter rund 1.000 Wohnungen zur Verfügung gestellt. Das reiche aber auf Dauer nicht.

Jede zweite neue Wohnung soll eine Sozialwohnung sein

Der Wohnungsmangel sei der „Integrationskiller Nr. 1“, nannte Stiels den „Kampf um Wohnraum“. Weil der Neubau von Sozialwohnungen schon seit Jahren dem Bedarf hinterherhinke, fordert er, dass bei neuen Bauvorhaben der Anteil von Sozialwohnungen 50 Prozent betragen müsse. Derzeit werden nur 30 Prozent gefordert.

Auch müsse die Stadt gegen Bodenspekulation vorgehen. Es sei eine Farce, wenn die Stadt preisgünstige Grundstücke zur Verfügung stelle, private Investoren aber den Bau hinauszögerten, um höhere Profite zu erzielen.

Als 2. Integrationskiller nannte er unzureichende Bildungsmöglichkeiten. Dazu zählt er auch fehlende Kita-Plätze in Wohnortnähe oder zu wenig Schulen – in Köln ein generelles Problem. Ebenso sei das Angebot an Sprachkursen ungenügend, viele Geflüchtete seien davon sogar ausgeschlossen. Dabei leide die Wirtschaft unter Fachkräftemangel und fehlendem Nachwuchs.

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