Panorama Deutschland Nachrichten

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Astrazeneca wohl bald komplett freigegeben - Zweitimpfungen früher

Berlin | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Corona-Impfstoff von Astrazeneca komplett freigeben. Am Donnerstag wolle er mit den Landesgesundheitsministern verabreden, dass der Wirkstoff "eindeutig" in Impfzentren und Arztpraxen ab sofort an jeden verabreicht werden könne, sagte Spahn dem WDR.

Außerdem will der Gesundheitsminister darauf hinwirken, dass Zweitimpfungen mit Astrazeneca schneller durchgeführt werden. "Die Zweitimpfung haben viele lieber jetzt früher, auch mit Blick auf den Sommer", sagte Spahn.

Dies erlaube die Zulassung, die eine Zweitimpfung nach vier bis zwölf Wochen möglich macht. Bislang war regelmäßig erst nach zwölf Wochen die zweite Spritze gesetzt worden, weil das einen besseren Schutz bietet. Doch spätestens seit über Impfprivilegien debattiert wurde, wollen Viele nicht mehr ein Vierteljahr auf die Zweitimpfung warten, plus weitere zwei Wochen auf weitgehende Lockerungen.

Der Anteil von Astrazeneca an den Erstimpfungen war seit dem Impfgipfel am Montag vor einer Woche, als sich die Privilegien andeuteten, auf teils unter zehn Prozent eingebrochen.

Risiko von Hirnthrombosen nach Astrazeneca-Impfung auch bei Älteren

Laut einer aktuellen Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gibt es Hinweise darauf, dass das Risiko von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung nicht nur bei Menschen unter 60 Jahren erhöht ist, sondern auch bei Frauen, die 60 oder älter sind. Die Arbeit wurde noch nicht von anderen Forschern begutachtet, sondern bislang nur als sogenanntes Preprint veröffentlicht, schreibt der "Spiegel". Der Auswertung zufolge, für die neurologische Abteilungen und Kliniken in ganz Deutschland befragt wurden, war die Rate von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung mehr als neunmal höher als nach einer Impfung mit einem RNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna).

Die Rate war bei Frauen im Vergleich zu Männern mehr als dreimal erhöht. Die Ereignisse sind aber insgesamt sehr selten. Die Kliniken meldeten insgesamt 45 Fälle von Hirnvenenthrombosen, die sich in einem Zeitraum von 31 Tagen nach einer Impfung ereigneten.

Dazu kam 17 Fälle, in denen Betroffene unter anderem Schlaganfälle oder Hirnblutungen erlitten. Die Studienautoren hoffen, dass sich das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut und die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Arbeit zeitnah ansehen. "Ob dies zu einer Änderung der Impf-Empfehlungen führt, sollte mit den vorliegenden Daten in einer Risiko-Nutzen-Analyse schnell bewertet werden", sagte Tobias Kurth, Direktor des Instituts für Public Health an der Charité-Universitätsmedizin, der die Daten ausgewertet hat.

Aktuell wird der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, Jüngere können sich nach Rücksprache aber auch für ihn entscheiden.

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