Panorama Deutschland Nachrichten

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Nettozuwanderung sinkt weiter

Wiesbaden | Im ersten Halbjahr 2020 ist die Nettozuwanderung in Deutschland weiter zurückgegangen. Insgesamt gab es rund 529.000 Zuzüge und 455.000 Fortzüge, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) afu Basis vorläufiger Ergebnisse der Wanderungsstatistik am Donnerstag mit. Daraus resultiert eine Nettozuwanderung von 74.000 Personen.

Im ersten Halbjahr 2019 waren dagegen noch 748.000 Zuzüge, 581.000 Fortzüge und eine Nettozuwanderung von 167.000 Personen registriert worden. Damit zogen im ersten Halbjahr 2020 rund 29 Prozent weniger Personen zu und 22 Prozent weniger fort als im Vorjahreszeitraum. Der starke Rückgang ist insbesondere auf die Entwicklungen ab März 2020 zurückzuführen und fällt somit zeitlich mit den globalen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen.

Im Januar und Februar 2020 wichen die Zu- und Fortzüge nur geringfügig von den im Januar und Februar 2019 beobachteten Werten ab (ein Minus von vier Prozent bei den Zuzügen, und ein Prozent bei den Fortzügen gegenüber Januar bis Februar 2019). Demgegenüber lag die Zahl der Zuzüge im Zeitraum März bis Juni 2020 um 208.000 beziehungsweise 42 Prozent unterhalb des Wertes von März bis Juni 2019. Für die Fortzüge ergab sich zwischen März und Juni 2020 ein Rückgang um 126.000 oder 32 Prozent. Am stärksten gingen Zu- und Fortzüge dabei im Monat April 2020 zurück (-60 Prozent bei den Zuzügen und -47 Prozent bei den Fortzügen gegenüber April 2019).

Dabei können insbesondere eingeschränkte Reisemöglichkeiten durch die Corona-Pandemie oder wirtschaftliche Auswirkungen eine geplante Zu- oder Abwanderung verhindert oder verschoben haben. Daneben kann bei der monatlichen Entwicklung auch eine verzögerte Erfassung von Wanderungsfällen eine Rolle spielen. So wurden möglicherweise aufgrund von Maßnahmen wie Einschränkungen im Publikumsverkehr von Einwohnermeldebehörden Zu- und Fortzüge zeitlich verzögert registriert und teilweise in späteren Berichtsmonaten ausgewiesen.

Mit 365.000 kamen die meisten Zugezogenen des ersten Halbjahres 2020 aus dem europäischen Ausland – davon 282.000 aus Staaten der EU-27 – mit deutlichem Abstand vor Asien (56.000) und Amerika (24.000). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 rund 29 Prozent weniger Zuzüge aus dem europäischen Ausland, 41 Prozent weniger Zuzüge aus Asien und 32 Prozent weniger Zuzüge aus Amerika registriert. Die meisten Fortzüge im ersten Halbjahr 2020 erfolgten in das europäische Ausland (299.000, -23 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019), davon 242.000 in Staaten der EU-27. Nach Asien sanken die Fortzüge um 35.000 beziehungsweise 23 Prozent, nach Amerika um 20.000 beziehungsweise 17 Prozent.

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