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Symbolbild Schneesturm

Wintereinbruch im Norden Deutschlands führt zu vielen Unfällen und Zugausfällen

Osnabrück/Hannover | Der Wintereinbruch in der Nordhälfte Deutschlands hat in der Nacht zu Sonntag zu zahlreichen Unfällen geführt. Nach ersten Informationen blieb es dabei aber bei Verletzungen und Blechschäden.

Bei der Bahn fielen am Sonntagmorgen im Norden auch zahlreiche weitere Verbindungen aus, zusätzlich zu den Fernverkehrszügen, die am Samstagmorgen bereits fürs gesamte Wochenende abgesagt worden waren.

So wurden am Hauptbahnhof in Hannover gegen 6 Uhr rund 80 Prozent der Verbindungen gestrichen. Die Schneehöhen waren zum gleichen Zeitpunkt aber noch nicht so hoch, wie mancherorts befürchtet, so lagen am frühen Morgen in Westfalen und im südlichen Niedersachsen kaum mehr als zehn Zentimeter, im Laufe des Tages könnten es aber noch 30 bis 50 werden, Schneeverwehungen kommen noch obendrauf.

Am kältesten war es am Sonntagmorgen auf dem Brocken bei -13 Grad.

Extremwetter in weiten Teilen Deutschlands

Wie angekündigt hat am Samstagabend die Witterung in manchen Teilen Deutschlands auf Extremwetterlage umgeschaltet. Von Südwesten zieht ein Niederschlagsband über Benelux ins Land, das in Köln und in der Eifel am Abend noch lediglich für gewöhnlichen Regen sorgte, während sich der starke Schneefall in Richtung Norden ziehend unter anderem in Westfalen ausbreitete. Für den Übergangsbereich von Schnee zu Regen warnte der Wetterdienst von Jörg Kachelmann vor Eisregen – etwa bis ins südliche Ruhrgebiet und im Sauerland sowie im Bergischen Land.

Praktisch alle Bundesländer außer Baden-Württemberg und das Saarland sind am Sonntag von einem heftigen Unwettermix aus Starkschnee, Orkanböen und Glatteins betroffen, Eispanzer könnten Stromleitungen beschädigen und Bäume zum Umfallen bringen, wie der Deutsche Wetterdienst warnte. Feuerwehren bereiteten sich auf eine heftige Einsatznacht vor, so beispielhaft im Kreis Soest, wo wie andernorts Rettungsfahrzeuge bereits mit Schneeketten ausgestattet und Hilfsorganisationen wie DRK, MHD, DLRG und THW voralarmiert wurden. In NRW gab es zudem am Samstagabend die ersten Unfälle wegen Straßenglätte auf den Autobahnen, so beispielsweise auf der A2 bei Recklinghausen-Süd.

In Niedersachsen musste die B213 zwischen Abzweig nach Nordhorn und Klausheide in beiden Richtungen nach einem schweren Unfall gesperrt werden. Auch im Süden Niedersachsens begann es am späten Samstagabend wie angekündigt heftiger zu schneien, ob daraus wie befürchtet bis zu 50 Zentimeter Neuschnee werden, wird die Nacht zeigen. Hinzu kommt frischer bis starker Ostwind und stürmische Böen bis 75 km/h, die zu Schneeverwehungen führen können.

Bei der Bahn fuhren die Regionalzüge am Samstagabend gegen 23 noch weitestgehend nach Plan, viele Fernverkehrsverbindungen im Norden waren schon ab Samstagmorgen und mindestens bis Sonntag abgesagt worden.

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