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Deutsche Steuerfahnder erstmals in Israel

Tel Aviv | Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik haben deutsche Steuerfahnder und Staatsanwälte einen mutmaßlichen Steuersünder bis nach Israel verfolgt. Das schreibt das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe. Demnach fuhren Beamte der Steuerfahndung Wuppertal und Staatsanwaltschaft Frankfurt am vergangenen Mittwoch vor einem Haus im Raum Tel Aviv vor.

Dem dort aufgefundenen Verdächtigen wird vorgeworfen, unversteuertes Vermögen von bis zu 100 Millionen Euro vor dem deutschen Fiskus verborgen zu haben. "Die Ermittlungen dauern noch an", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt. "Weitere Auskünfte können derzeit – auch aufgrund des Steuergeheimnisses – nicht erteilt werden."

Nach Informationen des "Handelsblatts" handelt es sich bei dem Durchsuchten um einen ehemaligen Kunden des Schweizer Ablegers der israelischen Leumi Bank. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte Ende 2013 einen Datenträger mit Informationen über Schwarzgeldkonten dieser Bank gekauft. Mit vielen Betroffenen einigten sich die Steuerbehörden im Stillen über eine nachträgliche Versteuerung.

Bei dem Durchsuchten war es anders. Er verzog nach Israel und verweigerte jegliche Kooperation bezüglich seines unversteuerten Vermögens. In Tel Aviv hielten sich die deutschen Steuerfahnder und Staatsanwälte im Hintergrund - offiziell waren sie als Sachverständige zugegen.

Juristisch gesehen war die Durchsuchung eine Aktion der israelischen Beamten im Rahmen der Rechtshilfe. Ganz selbstlos mussten sie nicht handeln. Da der Beschuldigte seit einiger Zeit in Israel lebt, würde bei einem erfolgreichen Abschluss der Ermittlungen auch der israelische Fiskus profitieren. Die Finanzbehörden sind offenbar guter Dinge. Die Razzia sei ein Erfolg gewesen, heißt es aus Behördenkreisen. Es seien sogar Hinweise auf bisher unbekannte Steuersünder gefunden worden. Womöglich stehen weitere Durchsuchungen bevor.

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