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Bericht: EU erwägt Milliardenbußgeld gegen Autokonzerne

Brüssel | Die europäischen Wettbewerbshüter planen laut eines Medienberichts, in den nächsten Wochen Bußgelder von jeweils bis zu einer Milliarde Euro gegen die drei deutschen Autokonzerne BMW, Volkswagen und Daimler zu verhängen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Die Autobauer sollen sich bei der Größe von AdBlue-Tanks illegal abgesprochen und vereinbart haben, keine Partikelfilter in Ottomotoren einzubauen, mit denen man den Ausstoß von gesundheitsgefährdenden Feinstäuben hätte reduzieren können.

Die Absprachen hatte der "Spiegel" aufgedeckt und beschrieben. Daimler und VW hatten in dem EU-Verfahren eine Art Selbstanzeige vorgelegt und können in dem Wettbewerbsverfahren daher mit niedrigeren Bußgeldern rechnen als BMW. In München hatte man die Vorwürfe, vor allem was Absprachen um AdBlue-Tanks angeht, bestritten. Ob sich Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit ihrem Vorhaben in den nächsten Wochen durchsetzen kann, sei noch offen.

Deutschland und Frankreich hatten den streng marktwirtschaftlichen Kurs der resoluten EU-Wettbewerbshüterin in den vergangenen Wochen scharf kritisiert. Es ging dabei um das von Vestager verhängte Verbot einer Fusion der Zugsparten von Alstom und Siemens. Deutschland und Frankreich forderten daraufhin eine industriefreundlichere Gangart.

Auch die Autobauer wollen sich mit Strafen aus Brüssel offenbar nicht ohne Weiteres abfinden. Ein Konzern prüfe bereits juristische Schritte gegen mögliche Bußgelder. Auf Anfrage hätten BMW, Volkswagen und Daimler erklärt, dass sie sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu Einzelheiten äußern wollen, berichtet der "Spiegel".

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