Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

2018 gab es 134 Stunden mit negativen Strompreisen

Berlin | Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland 134 Stunden mit negativen Strompreisen gegeben. Das teilte die Bundesnetzagentur dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) auf Anfrage mit. Der Wert liege nach Angaben der Regulierungsbehörde leicht unter dem Wert des Jahres 2017 – damals habe es 146 Stunden mit negativen Strompreisen gegeben, berichtet die Zeitung weiter.

Negative Strompreise bilden sich im Großhandel, wenn mehr Strom in die Netze drängt als sinnvoll verbraucht werden kann. Verbraucher werden dann für die Abnahme von Strom mit Geld honoriert. Aus der Sicht der Bundesnetzagentur sind negative Strompreise nicht weiter dramatisch.

"Es ist übliches Marktgeschehen, dass an der Strombörse hin und wieder negative Strompreise auftreten", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Das Auftreten negativer Preise sei "ein wertvolles Signal des Marktes, das bei entsprechender Häufung zu wichtigen Flexibilisierungsanreizen führt". Ähnlich sieht es der Thinktank Agora Energiewende: "Obwohl 2018 abermals mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, ist sowohl die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen als auch deren Höhe zurückgegangen. Das zeigt, dass negative Strompreise Reaktionsfähigkeit und Flexibilität des Stromsystems verbessern können", sagte Patrick Graichen, Direktor bei Agora Energiewende, dem "Handelsblatt". Hubertus Bardt, Geschäftsführer beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), bewertet das Auftreten negativer Strompreise deutlich kritischer. Grundsätzlich zeigten schwankende Strompreise Knappheiten an und seien daher wichtig für die Koordination von Angebot und Nachfrage.

"Wenn die Preise jedoch sogar negativ werden, entstehen doppelte Kosten: Erst werden Ressourcen aufgewendet, um den Strom zu produzieren, dann muss er kostenpflichtig entsorgt werden. Das regelmäßige Auftreten von negativen Strompreisen zeigt deutlich, dass die erneuerbare Stromproduktion sich nicht ausreichend auf die Nachfrage einstellen kann", so Bardt.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

flug_12082018-50

Toulouse | Der neue Airbus-Vorstandsvorsitzende, der Franzose Guillaume Faury, macht seinem Unternehmen die Vorgabe, in Zukunft das Fliegen ohne Schadstoffe zu ermöglichen. "Unser Ziel ist das vollkommen emissionsfreie Fliegen", sagte der 51 Jahre alte Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Wir arbeiten an Technologien, die den Spritverbrauch und die Emissionen unserer Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge im kommenden Jahrzehnt deutlich senken sollen."

ice_3_koeln_klein_2

Berlin | Die deutsche Bahn rechnet bei der Einführung billigerer Tickets durch geringere Steuersätze mit einem Ansturm auf die eigenen Züge.

schienen2942012

Berlin | Die Betriebsräte der Deutschen Bahn sind in großer Sorge. "Auch 25 Jahre nach der Bahnreform ist die Schieneninfrastruktur des Bundes weiter dramatisch unterfinanziert und hat aus unserer Sicht einen besorgniserregenden Zustand erreicht", schreiben die Arbeitnehmervertreter der DB Netz in einem Brandbrief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtet.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >