Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

bahn2_462012a

Bahnchef verspricht mehr Pünktlichkeit

Berlin | Bahnchef Richard Lutz hat kurz vor den Gesprächen mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) am Dienstag mehr Pünktlichkeit versprochen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im ersten Halbjahr dieses Jahres Schritt für Schritt besser werden. Mit unserem Aufsichtsrat haben wir für 2019 ein Pünktlichkeitsziel im Fernverkehr von 76,5 Prozent vereinbart. Kurzfristig helfen unter anderem mehr Personal sowie ein besseres Baustellen- und Fahrzeugmanagement", sagte Lutz der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (Ausgabe vom 13.1.). Das ist allerdings nur eine leichte Steigerung der Pünktlichkeit. 2018 erreichte die Bahn mit 75 Prozent einen Tiefstand.

Bahn-Experten halten für einen reibungslosen Betriebsablauf mindestens 85 Prozent für nötig. Lutz sprach sich auch gegen eine Verschmelzung von Bahn-Tochtergesellschaften aus, wie sie einige Bahnpolitiker gefordert haben. "Davon halte ich nichts, weil es ein komplexes Gesetzgebungsverfahren nach sich ziehen würde. Statt unsere Energie dafür zu vergeuden, sollten wir uns so organisieren, dass wir uns zu 100 Prozent auf unsere Kunden konzentrieren können." Eine Umfrage der FAS unter den wichtigsten Parteien im Bundestag zeigt, dass trotz der aktuell massiven Schwierigkeiten der Bahn niemand den Rücktritt von Lutz fordert. "Wer glaubt, dass mit dem Austausch von Personen im Bahnvorstand automatisch nur ein Zug pünktlicher fährt, ist auf dem Holzweg", sagt zum Beispiel Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zuständig für Verkehrspolitik.

"Eine Diskussion über Köpfe bringt den DB-Konzern und den Schienenverkehr in Deutschland keinen Millimeter weiter, das ist reiner Aktionismus. Unter den derzeitigen verkehrspolitischen Rahmenbedingungen wird ein anderer DB-Chef nicht viel besser agieren können", sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel. Auch Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn fordert keine Ablösung von Lutz und sieht das Verkehrsministerium als Hauptproblem. Es habe den nötigen Schienenausbau jahrelang nicht vorangetrieben.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

gelber_sack_pixabay_19012018

Berlin | Der Abfallexperte Hennig Wilts hält das deutsche Recyclingsystem für gescheitert. Nirgendwo zeige sich das klarer als beim Plastik. Beim Müllsammeln und Erfassen seien die Deutschen noch sehr gut, sagt Wilts, der am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie für Kreislaufwirtschaft zuständig ist.

München | Bayern verklagt laut eines Zeitungsberichts den Volkswagen-Konzern im Zuge des Abgasskandals auf Schadenersatz. Im Fuhrpark Bayerns seien etwa 1.000 VW-Fahrzeuge vom Dieselskandal betroffen, berichtet das "Handelsblatt" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf das bayerische Finanzministerium. Eine genaue Schadenshöhe habe das Finanzministerium nicht nennen können.

wohnraum_1072013a

Berlin | Auf dem Immobilienmarkt zeichnet sich weiter keine Entspannung ab. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Auswertung des Analysehauses Empirica. Die Neuvertragsmieten in den sogenannten Top-7-Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) stiegen demnach 2018 im Mittel um 4,2 Prozent.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >