Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Shell kauft Batteriehersteller Sonnen

Wildpoldsried | Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell übernimmt das deutsche Solarbatterieunternehmen Sonnen. "Wir stehen kurz vor dem Eintritt in den Massenmarkt. Mit Shell als Partner können wir unser Wachstum beschleunigen", sagte Sonnen-Chef Christoph Ostermann dem "Handelsblatt" (Samstagsausgabe).

Ein Kaufpreis sei nicht genannt worden. Das bayerische Start-up aus Wildpoldsried hatte in den vergangenen drei Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Von 2016 auf 2017 sprang der Umsatz von 41 Millionen Euro auf 65 Millionen Euro und auch für das vergangene Jahr rechnet der Solarbatteriepionier mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent.

"Mit Shell können wir unsere Internationalisierung vorantreiben. Wir treten mittlerweile immer öfter gegen Größen wie LG an, da hilft so ein finanzstarker Partner mit internationalem Netzwerk", so Ostermann weiter. Shell hatte bereits 2018 einen zweistelligen Millionenbetrag in Sonnen investiert und will mit seiner Tochter Shell New Energy das Engagement im Bereich erneuerbare Energien ausbauen.

"Sonnen ist einer der führenden Anbieter auf dem Heimspeichermarkt. Durch die Übernahme können wir für unsere Kunden eine größere Auswahl an verlässlicher und sauberer Energie bieten", sagte Shell-New-Energy-Chef Mark Gainsborough dem "Handelsblatt". Seit 2016 investiert Shell mit New Energy gezielt in alternative Kraftstoffe und grüne Energien.

Pro Jahr will der Ölkonzern so ein bis zwei Milliarden Dollar in Ökounternehmen stecken.

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