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Studie: Zwölf Euro Mindestlohn gut für die Wirtschaft

Düsseldorf | Eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro hilft der deutschen Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung, über die die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet. SPD und Grüne fordern zwölf Euro Mindestlohn in ihren Wahlprogrammen.

Die Studie spricht sich dafür aus, den Mindestlohn von derzeit 9,60 Euro in drei Stufen bis Ende 2022 auf zwölf Euro zu erhöhen. Es gäbe in Deutschland dann erheblich weniger Minijobs, dafür in gleicher Größenordnung mehr Jobs in Teil- und Vollzeit. Dadurch würde die Wirtschaftsleistung um 50 Milliarden Euro jährlich steigern, das entspricht etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Angesichts der Coronakrise ist der Zeitpunkt der Mindestlohnerhöhung umstritten. Andere Ökonomen sind dagegen, den Mindestlohn in Krisenzeiten stark und schnell zu erhöhen. Der jetzige Mindestlohn sei kein Problem, sagte Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum.

Aber bei zwölf Euro sieht das anders aus: "Es wird heikler, da gehen wir in den kritischen Bereich", sagte Südekum der "Süddeutschen Zeitung".

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