Blick vom Kalkberg im März 2016

Köln | Kolumbarium? Bevor alle jetzt eine Suchmaschine befragen: Eigentlich kommt der Begriff von Taubenschlag und wurde später wegen seiner optischen Ähnlichkeit als Begriff für altrömische Grabkammern mit Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen genutzt. Jetzt als Vorschlag für den Kalkberg, der sich hoch über Colonia Claudia Ara Agrippinensium – kurz Colonia Agrippina, auch CCAA erhebt.

„Die Fraktion“ hat einen entsprechenden Antrag in den Kölner Rat eingebracht und betitelt ihre Idee: „Columbarium Kalkberg – Metamorphose eines Mahnmals für Klüngel, Inkompetenz und Geldverbrennung zu sinn- und gewinnstiftendem Ort“

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Ein Blick in die Helikopterhalle auf dem Kalkberg im März 2016. Archivfoto report-K

Der Kalkberg ist eigentlich eine Deponie. Dort wollte die Stadt Köln eine Hubschrauberstation betreiben und baute dort ein gigantisches Refugium für die gigantischen mechanischen Hummeln. Zu diesem Vorhaben stellt „Die Fraktion“ fest: „Wie man es verkackt, hat der Rat mit seiner Entscheidung zur Errichtung der Hubschrauberstation eindrucksvoll vorgeführt. Der verlassene Baukörper auf der Gipfelkrone ist ein steter, stummer Zeuge dieser Zeit.“

Jetzt gibt es die Idee, dass die Stadt Köln an diesem exponierten Ort mit der tollen Aussicht ein Kolumbarium betreiben könnte und damit auch Geld verdienen.

Walter Wortmann, Mitglied von „Die Fraktion“ schriftlich: „Die Nachfrage nach Bestattungen in Columbarien ist groß. Es gibt aber nur ein einziges auf Kölner Stadtgebiet – in der Grabeskirche St. Bartholomäus. Da wird gutes Geld verdient. Statt Geld zu verbrennen, generiert die Stadt dann Einnahmen am Kalkberg!“

Birgit Dickas ergänzt: „Kolumbarien sind öffentliche Orte der Andacht. Das passt perfekt zum Charakter des Kalkberges. Ein Sakralbau auf diesem Gipfel ergänzt die hiesige Bestandswanderlandschaft aus Drachenfels und Siebengebirge auf
einzigartige Weise. Das lässt sich international vermarkten.“

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