Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute in Niederkassel-Lülsdorf den ersten steuerbaren Rückhalteraum in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. Im Falle eines Rheinhochwassers können dort bis zu fünf Millionen Kubikmeter auf eine etwa 160 Hektar große Fläche geleitet werden. Dadurch soll der Pegel um bis zu fünf Zentimeter sinken. Finanziert wurde die 18 Millionen Euro teure Baumaßnahme vom Land. „Wir verbessern damit den Schutz auch für die Stadt Köln weiter. Hochwasser-Vorsorge ist in einem dicht besiedelten und industrialisierten Land wie Nordrhein-Westfalen unverzichtbar“, sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg. Im Falle eines Hochwassers wird das Wasser manuell in den so genannten Retentionsraum geleitet, der von einem neuen, zirka zwei Kilometer langen Deich umfasst ist. Später kann das Wasser wieder abgeleitet werden. Der Retentionsraum wurde laut Land im Konsens mit den betroffenen Landwirten eingerichtet.

Der Rückhalteraum im Kölner Süden ist ein Teil des Hochwasserschutz-Konzepts für Nordrhein-Westfalen, das bis zum Jahr 2015 viele Maßnahmen vorsieht. Am Rhein sollen unter anderem Deiche saniert und verlegt werden, damit dem Wasser mehr Fläche zur Verfügung steht. Weitere steuerbare Rückhalteräume sind für das Worringener Bruch und Orsoy Land geplant. Alle Maßnahmen des Hochwasserschutz-Konzepts ergeben für Nordrhein-Westfalen ein zusätzliches Rückhaltevolumen für 140 Millionen Kubikmeter Wasser. „Das ist eine gute Ausgangssituation für den Schutz vor möglichen Folgen der Klimaveränderung“, so Uhlenberg. Erwartet wird zum Beispiel das weitere Auftreten lokaler Starkregen.

[cs]

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