„Weiberfastnacht ist der Hauptkampftag“, sagte KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske. Die Kölner Verkehrsbetriebe stellten heute ihre Maßnahmen vor, mit denen der Ansturm der Straßenkarnevalisten bewältigt werden soll. Allein für den kommenden Donnerstag sind 430 zusätzliche Fahrten angesetzt. Bis Aschermittwoch wird diese Zahl bei rund 1.000 Einsätzen liegen. Besonderen Wert legt Fenske auf die Sicherheit der Jecken. Zwar halte sich die Zahl der Unfälle in Grenzen, vor allem in Relation mit der Menge an Menschen, doch in den vergangen Jahren kam es immer wieder zu schweren oder teils tödlichen Unfällen.  

Sperrungen und Umleitungen an Weiberfastnacht
Immer wieder sind etwa der Heumarkt, der Neumarkt und die Zülpicher Straße von solchen Vorfällen betroffen. Letztere wird aufgrund des enormen Andrangs für den Verkehr gesperrt sein. Die Linie 9 wird dann über die Aachener Straße nach Sülz umgeleitet. Je nach Besucheraufkommen erwägt die KVB an Weiberfastnacht auch die Haltestelle „Heumarkt“ von den Linien 1,7 und 9 nicht anzufahren. Die Altstadt bleibt in diesem Fall aber über die Haltestelle Neumarkt erreichbar. Ab 15 Uhr endet die Linie 12 am Ubierring. Zwischen Zollstock Südfriedhof und Eifelstraße wird ein Ersatzbus mit der Linienkennung „E112“ eingesetzt. Die Linie 3 wird ganztägig bis Thielenbruch verlängert.

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KVB-Vorstandschef erläuterte die Maßnahmen des Betriebes, die vor allem der Sicherheit der Karnevalisten dienen sollen

Verkürzter Fahrtakt und mehr Personal
An den Haltestellen soll zusätzliches Personal für einen geordneten Ein- und Ausstieg sorgen und verhindern, dass Menschen auf die Gleise geraten. Am Heumarkt kommen Rolltore zum Einsatz, die den Zustrom der Menschen stoppen, wenn die Bahnen in die Haltestelle ein- beziehungsweise hinausfahren. Fenske appellierte aber auch an die Achtsamkeit der Karnevalisten, um gefährliche Situation zu vermeiden. Die Busse und Bahnen verkehren in der Karnevalszeit nach dem jeweiligen Tagesfahrplan. In den Abend- und Nachtstunden kommen dann zusätzliche Fahrzeuge zum Einsatz, um dem erfahrungsgemäß erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden. Die Fahrten erfolgen bis 23 Uhr im Zehn-Minutentakt. Danach soll alle 30 Minuten ein Zug fahren. Für die Buslinien ist in der Nacht ab 02:15 Uhr ein Stundentakt vorgesehen.

Severinstraße am Sonntag und Montag mit Teilsperrung
Die zahlreichen Umzüge in der Stadt sorgen ebenfalls für Veränderungen. Während der „Schull- und Veedelszöch“ am Karnevalssonntag und während des Rosenmontagszuges werden die Linien 1, 7 und 9 zwischen Neumarkt und Heumarkt getrennt (an Karnevalssonntag von etwa 10:30 – 16:00 Uhr; Rosenmontag von etwa 9:30 – 17:30 Uhr). Auch die Linien 15 und 16 verkehren dann nicht zwischen Ulrepforte und Ubierring (Karnevalssonntag ca. 09:30 – 14:30 Uhr; Rosenmontag ca. 09:00 – 16:00 Uhr). Die Buslinien 106, 132 und 133 werden im Zeitraum der Festzüge über die Rheinuferstraße umgeleitet. Da die Severinsstraße an beiden Tagen teilweise gesperrt wird,  kann die Haltestelle „Severinstraße“ jeweils in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr nicht angefahren werden. Die betroffenen Straßenbahnlinien 3 und 4 passieren sie dann ohne Zwischenhalt, während die Buslinien 132 und 133 umgeleitet werden.

Die Kunden können sich auf der Internetseite der KVB und durch das in den „KundenCentern“ ausliegende Informationsheft „Jecke opjepass!“ und den Karnevalsfahrplan über alle weiteren Abweichungen an den einzelnen Karnevalstagen informieren. Besitzer eines internetfähigen Handys oder eines Smartphone können jederzeit durch die Nutzung eines QR-Codes die nächsten Abfahrten von der ausgewählten Haltestelle abrufen.

Doppelt so viele Fahrgäste im Vergleich zu regulären Werktagen
An Rosenmontag beträgt die Anzahl der Fahrgäste mehr als das doppelte als an regulären Werktagen, erklärte Werner Fuchs, der bei der KVB die Betriebssteuerung leitet. „Sie werden, wenn der Rosenmontagzug zu Ende ist, keine leere Bahn in Köln finden, die sind alle voll.“, erklärte er. Die Fahrgäste müssten sich aber nicht beeilen, um ihre Züge zu erreichen. Aufgrund des erhöhten Taktes vor und während der Umzüge sei stets die nächste passende Verbindung gewährleistet, sagte Fuchs.

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[bb, Foto: KVB]

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