Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften; in Kassel am 09.07.2023: Joshua Hartmann (ASV Koeln) wird deutscher Meister über 200m in Rekordzeit (20,02s) | Foto: Beautiful Sports/ Axel Kohring / Imago

Köln | In Budapest sind aktuell die Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Mit dabei: Joshua Hartmann vom ASV Köln. Er kämpft heute, 23. August, ums Halbfinale. Ab 12:15 Uhr stehen die Vorläufe über die halbe Stadionrunde auf dem Programm (live im ZDF oder im Livestream auf zdf.de).

Joshua Hartmann tritt dabei im für 12:29 Uhr geplanten dritten von sieben Vorläufen an und muss in seinem Rennen mindestens Dritter werden, um sich direkt für einen der drei Halbfinalläufe zu qualifizieren. Diese stehen am Donnerstagabend um 20.20 Uhr auf dem WM-Programm. Der Kölner trifft im Vorlauf auf Letsile Tebogo aus Botswana, der am Sonntagabend in Budapest WM-Silber über 100 Meter gewonnen hat und dieses Jahr mit 19,50 Sekunden bereits Afrikarekord über 200 Meter gerannt ist.

Seine Kontrahenten haben eine schnellere Bestzeit

Die Aufgabe, unter die besten drei zu kommen, sei laut dem ASV für Joshua Hartmann nicht einfach: Er hat die viertbeste Bestzeit der acht Starter im dritten Vorlauf. Bei den Deutschen Meisterschaften erzielte er in Kassel den Deutschen Rekord von 20,02 Sekunden. Neben Letsile Tebogo waren zwei weitere Konkurrenten schon schneller als der Kölner – allerdings nicht in der aktuellen Saison. Blessing Afrifah aus Israel ist 2022 schon 19,96 Sekunden gesprintet. Die Bestzeit von Joseph Fahnbulleh aus Liberia steht sogar bei 19,83 Sekunden, ebenfalls aus dem vergangenen Jahr. In dieser Saison waren beide aber noch nicht schneller als Joshua Hartmann.

Das sagt sein Trainer

Sein Trainer Jannik Engel sieht sogar eine kleine Chance, dass Joshua Hartmann das Finale der besten Acht erreicht. „Joshua wird in jeder Runde voll angreifen“, sagt Jannik Engel. Aber um ins Finale zu kommen, müsste sein Schützling „im Halbfinale das vorläufige Rennen seines Lebens hinlegen“, so Engel.

Hartmann selbst kündigte im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ an, dass es nicht mehr lange dauern werde, bis er die Schallmauer von 20 Sekunden über 200 Meter unterbietet. „Ich denke, wenn ich in einem richtig guten Feld stehe wie bei einer Weltmeisterschaft und der Druck dadurch noch ein bisschen höher ist, dann kann ich noch mal deutlich über mich hinauswachsen. Ob schon in Budapest oder irgendwo anders.“

rs