Der Plan der Bundesregierung, Gebäude in Zukunft besser mit Wärmedämmung zu versehen, bedeute für Vermieter höhere Kosten, welche dann an den Mieter weitergegeben werden könnten, sagte Siebenkotten im Deutschlandfunk. Die steigenden Kaltmieten sieht der Chef des deutschen Mieterbundes als "Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Vermietern und Mietern". Problematisch sei, dass "nur etwa die Hälfte dessen, was der Vermieter an Mieterhöhung erreichen kann, durch Heizkostenersparnis wieder reingeholt wird. Das bedeutet, dass durchaus der Mieter deutlich zusätzlich belastet wird." Der Staat solle etwa über die von der Regierung angekündigten Fördermaßnahmen ein Drittel der Kosten übernehmen. Hier ist von Steuererleichterungen die Rede, wogegen es Widerstand durch die Bundesländer gibt. Siebenkotten mahnte aber, es könne nicht sein, "dass die Auseinandersetzung zwischen Bundesregierung und Bundesländern dann schließlich auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird. Die Herrschaften müssen sich also bitte gefälligst einigen."

[dts]