"Sicherheit bei Fußballspielen gibt es nur, wenn Vereine, Fangruppierungen, Städte, Verkehrsunternehmen, Staatsanwaltschaft, Bundespolizei und Polizei optimal zusammenarbeiten", sagte Polizeipräsident Wolfgang Albers. Er hatte gestern zu der Konferenz "Mehr Sicherheit bei Fußballspielen in Nordrhein-Westfalen" in das Polizeipräsidium Köln eingeladen. Bei der gestrigen Veranstaltung kamen erstmals die Netzwerkpartner der vier regional bedeutsamsten Fußballvereine 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen, SC Fortuna Köln und FC Viktoria Köln zusammen, um sich über ihre Arbeit auszutauschen. Schwerpunktthemen waren insbesondere Reisewege, Sanktionsmöglichkeiten der Vereine und Transparenz polizeilicher Maßnahmen. Die Netzwerkkonferenz soll im jährlichen Turnus wiederholt werden. Des weiteren soll unter Federführung der Stadt Köln ein Ausschuss "Öffentlicher Ausschuss Sport und Sicherheit" ins Leben gerufen werden.

Albers räumte nach der Veranstaltung ein: "Wir müssen uns die Frage stellen, ob und wo wir uns auch als Polizei noch weiter verbessern können. Wir wissen, dass der überwiegende Teil der Fußballfans friedlich ist und ein gutes Spiel sehen will. Wer aber zu einer Sportveranstaltung geht, um Gewalttaten zu verüben, ist für uns kein Fan, sondern Straftäter." Albers forderte die "Ultra"-Fangruppierungen" auf, sich dem Dialog mit der Polizei zu stellen. "Die Polizei spricht mit jedem, wenn es um das ernsthafte Bemühen zur Verbesserung der Sicherheit geht", so Albers. Zugleich wollte er sich zu dem Angriff der FC-Ultras auf einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach am vorletzten Sonntag (4. März) im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht näher äußern [report-k.de berichtete].

[cs, Foto: Rainer Sturm | www.pixelio.de]

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