Verbundsystem Schule und Leistungssport
Schulen des Verbundsystems "Schule und Leistungssport" können jetzt eine Lehrerstelle anstatt mit einer ausgebildeten Lehrerin oder Lehrer auch mit Diplomsportlehrkräften  oder Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler besetzen. Diese Möglichkeit hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium geschaffen, um den Leistungssport zu stärken. Die eingestellten Fachleute ohne Lehramtsbefähigung bekommen eine einjährige pädagogische Einführung in das Fach Sport.
Das "Verbundsystem Schule und Leistungssport" ist ein zentrales Instrument, um den Nachwuchs im Leistungssport zu fördern. Es hat das Ziel, die schulische und sportliche Ausbildung jugendlicher Nachwuchstalente so zu koordinieren, dass neben sportlichen Höchstleistungen auch der angestrebte Schul- oder Berufsabschluss erreicht werden kann. Einerseits soll der Leistungssport das Leben der Jugendlichen nicht nachteilig beeinflussen, andererseits sollen die jungen Sportlerinnen und Sportler unterstützt werden, damit sie der Doppelbelastung von Sport und Schulunterricht standhalten können. Am Verbundsystem nehmen "Partnerschulen des Leistungssports", "Sportbetonte Schulen", "Eliteschulen des Sports" und "NRW-Sportschulen" teil.

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Warnhinweis für Magnetspielzeug
"Wenn Kinder Magnete schlucken, kann dies zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen." Davor warnte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute in Düsseldorf anlässlich einer EU-Entscheidung, die am 21. Juli in Kraft getreten ist. Demnach sollen ab sofort alle Verpackungen von Magnetspielzeugen einen europaweit einheitlichen Warnhinweis tragen. Unternehmen, die diese Vorgabe nicht umsetzen, riskieren eine Anordnung der Aufsichtsbehörde, schlimmstenfalls auch einen Rückruf ihrer Produkte aus dem Verkauf.

Über 400 Unfälle mit Magnetspielzeug
"In den vergangenen zehn Jahren ist es weltweit zu über 400 Unfällen mit Magnetspielzeugen gekommen. Bei einigen Kindern waren größere Operationen erforderlich, es kam sogar zu einem Todesfall in den Vereinigten Staaten", berichtete Laumann. Die Europäische Kommission hat deshalb eine entsprechende Norm in Auftrag gegeben, diese soll bis zum Frühjahr 2009 formuliert sein. An der Erarbeitung von Grundlagen war auch das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit beteiligt. Bis die Norm erstellt ist, müssen alle Spielzeuge, die Magnete enthalten, den EU-Warnhinweis tragen.
"Dass 2006 und 2007 mehrere Spielzeughersteller Rückrufaktionen für ihre Spielzeuge gestartet haben, zeigt, dass ein ernsthaftes Problem besteht. Ich appelliere an alle Eltern, auf die Warnhinweise zu achten und sie ernst zu nehmen", sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann.

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Große Gefahr bei Konstruktionsspielzeug
Schon seit langem werden Magnete in Spielzeugen verwendet. Seit den letzten Jahren sind jedoch immer stärkere im Einsatz. Besonders groß ist die Gefahr bei Konstruktionsspielzeug. Kinder können die Magnete in Form von Stäben und Kugeln zu großen Gebilden ausbauen. "Wenn zwei Magnete verschluckt werden, können sie sich durch die Darmwände hindurch gegenseitig anziehen und tödlich verlaufende Darmperforationen verursachen", so Laumann. "Obwohl Spielzeuge in Deutschland schon vorher Warnhinweise tragen mussten, begrüße ich diese Entscheidung. Der neue Warnhinweis ist eindeutiger und macht gezielt darauf aufmerksam, dass gesundheitliche Schäden vermieden werden können", so der Minister.

[ys; Quelle: Landesregierung NRW]

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