Ein Flugzeug der Lufthansa auf dem Flughafen Köln Bonn (Symbolbild)

Frankfurt am Main | Für den Dienstag müssen sich Lufthansa Kunden am Flughafen Köln Bonn auf einen Streik einstellen. Der Streik wird am Mittwoch um 7.10 Uhr beendet, so die Gewerkschaft Verdi.

Das sind die Forderungen der Beschäftigten bei Lufthansa

• 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich
• Laufzeit von zwölf Monaten
• zusätzliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21. Februar 2024 in Frankfurt ambMain statt.

Das sind die vom Warnstreik betroffenen Airports

Die Gewerkschaft Verdi hat die Lufthansa-Bodenbeschäftigten zu einem erneuten Warnstreik aufgerufen. An den Standorten Frankfurt/Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart soll die Arbeit in den passagiernahen Bereichen am Dienstag ab 4 Uhr niedergelegt werden, teilte Verdi am Sonntag mit.

Enden sollen die Maßnahmen am Mittwoch um 7:10 Uhr. Für die nicht passagiernahen Bereiche, wie Fracht oder Technik, gelten laut Verdi abweichende Zeiten.

Vergütungstarifverhandlungen

Hintergrund sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten am Boden unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services und weiteren Konzerngesellschaften.

Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 12. Februar war es zu keiner Einigung gekommen. Das Angebot der Arbeitgeber aus der zurückliegenden Verhandlungsrunde sei in den vergangenen Tagen breit in den Belegschaften diskutiert worden, wobei es 96 Prozent der Beschäftigten abgelehnt hätten, so die Gewerkschaft.

„Die Bodenbeschäftigten fühlen sich einmal mehr vor den Kopf gestoßen“

Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky

Kritisiert würden dabei die im neuen Angebot nochmals erweiterten Nullmonate von bislang acht auf nun elf Nullmonate, außerdem die deutlich geringeren Erhöhungen für Bodenbeschäftigte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen im Konzern, die Länge der Laufzeit sowie „völlig unbeantwortete Themen“. Auch sei der Konzern bislang nicht bereit, den Beschäftigten einen Teil ihres Einkommensverzichts aus der Corona-Pandemie nun in Zeiten von Rekordgewinnen wieder zurückzugeben.

„Krass unsozial“

„Die Bodenbeschäftigten fühlen sich einmal mehr vor den Kopf gestoßen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. „Während der Konzern seinen Piloten mit Jahresgrundeinkommen von bis zu 270.000 Euro hohe zweistellige Vergütungserhöhungen zukommen lässt, sollen die Bodenbeschäftigten mit Einstiegsstundenlöhnen von teils 13 Euro noch nicht mal die Preissteigerungen der letzten Jahre ausgeglichen bekommen.“ Das sei „krass unsozial“.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie ebenfalls eine konzerneinheitliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Darüber hinaus soll die Schichtarbeit aufgewertet werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am Mittwoch in Frankfurt statt.