Symbolbild Waldbrand

Köln | Es gibt zwei Gründe für die Warnmitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema Waldbrand: Trockenheit und starker Befall mit dem Borkenkäfer. Der Appell an die Bürger: Kein Feuer im Wald machen oder leichtsinnig Zigarettenkippen wegschnippen. Es drohen zudem hohe Bußgelder.

Noch nie größere Waldfläche in NRW durch Feuer verwüstet

In 2022 gab es in NRW insgesamt 203 Waldbrände, die auf einer Fläche von 74 Hektar Wald schädigten. Noch nie wurde in NRW eine größere Fläche Waldes durch Feuer zerstört. Um den Wald besser zu schützen hat die Landesregierung NRW den Verwarn- und Bußgeldkatalog erheblich verschärft: So können die Kommunen und Behörden vor Ort für das Feuermachen im Wald jetzt ein Bußgeld von 5.000 Euro verhängen. Wer im Wald zwischen März und Oktober raucht, der muss mit einem Bußgeld von bis zu 150 Euro rechnen.

Appell an Waldbesucher

Die Landesregierung fordert alle Menschen auf, die Erholung im Wald suchen, sich umsichtig und aufmerksam zu verhalten und vor allem folgende Regeln einzuhalten:

• Rauchen und Grillen im Wald verboten
• Autos nur auf befestigten Plätzen parken – heiße Katalysatoren setzen Gras oder trockenen Waldboden in Brand
• Zufahrten in Wälder freihalten, damit Rettungsdienste und Feuerwehren ungehinderte Zufahrt haben
• Wer einen Waldbrand bemerkt ruft sofort: 112 und verlässt auf kürzestem Weg den Gefahrenort

Bürger, die sich über die Waldbrandgefahr aktuell informieren wollen, können dies über den
Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes tun. (https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html?nn=16102)

Darum steigt die Waldbrandgefahr

Die Trockenheit des vergangenen Jahres und der starke Befall mit dem Borkenkäfer haben viel trockenes Restholz in den Wäldern von NRW hinterlassen. Dieses ist im Gegensatz zu frischem Holz oder gesunden Bäumen leichter entzündlich. Alleine in diesem Jahr brannte es bereits auf 7 Hektar in NRW und es ist Anfang Juni. Gut war, dass die Feuer zügig gelöscht werden konnten.

NRW bereitet sich auf die Waldbrandsaison vor. Unter anderem schaffte das Land ein geländegängiges Fahrzeug an, dass über einen Tank mit Wasser von 10.000 Litern verfügt. Behörden haben ihre Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren verstärkt und stellen etwa digitales Kartenmaterial zur Verfügung, damit die Einsatzkräfte Einsatzorte besser finden und schneller erreichen können. Zudem stellte das Land NRW 2022 das Konzept „Waldbrandvorbeugung und Waldbrandbekämpfung in Nordrhein-Westfalen“ vor. Es bildet die Grundlage für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und den Feuerwehren.

NRW Forstministerin Silke Gorißen: „Der Wald ist unser wichtigster Klimaschützer. Wer gegen Regeln und Gesetze verstößt, riskiert das Leben von Menschen und Tieren. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir den Wald als einzigartigen Naturraum und Ort der Erholung genießen können.“