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Schon am Samstag zog eine große Demonstration durch Köln gegen das Asylverschärfungsgesetz

Die Demonstrationen am Sonntag

Köln | Die Gegendemonstration gegen das Revival der „HoGeSa“ genannt „Köln 2.0“ startet um 12 Uhr am Kölner Heumarkt. Dazu haben „Arsch Huh“, „BIRLIKTE“ und „Köln stellt sich quer“ aufgerufen. Man will nicht vor gewalttätigen Hooligans und Neonazis kuschen. Die Standkundgebung „Köln 2.0“ soll um 14 Uhr in Deutz auf dem Barmer Platz beginnen.

Die Gegendemonstranten versammeln sich um 12 Uhr zur Demonstration mit Auftaktkundgebung auf dem Heumarkt und ziehen dann nach Deutz in die Opladener Straße. Dort beginnt um 12 Uhr ebenfalls das Kulturprogramm mit Wilfried Schmickler, Fatih Cevikkollu, der Stunksitzung, sowie Mikrophone Mafia und Höhner, Kent Coda, HopStopBanda, sowie Kasalla, Cat Balou und Brings und anderen. Auch das Bündnis "Köln gegen Rechts" ruft zur Demonstration am Ottoplatz auf.

Das Programm der Bühne in Deutz, in der Reihenfolge der Auftritte der Künstler:
Musikbeiträge der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Memoria
Lenny Arrived
Schauspiel Köln: Phillip Pleßmann / Thomas Brandt
Musikbeiträge der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Microphone Mafia feat. Die Höhner
Statements der Bündnispartner
Def Benski
Fatih Cevikkollu
Cheru Wortbeitrag: Achim Konejung
Chango Leon
Thorsten Powers Initiative „Den Mantel teilen“
Wortbeitrag: Pfarrer Meurer
Kent Coda
Initiative „Den Mantel teilen“
Mr. Shirazy & The Exile Orchestra
Wilfried Schmickler und Pfarrer Mörtter
HopStopBanda
Stunksitzung
Kasalla
Cat Ballou
Wortbeitrag: Ludwig Sebus
Brings

Die Veranstaltung „Köln 2.0“ soll eine Standkundgebung auf der Platzfläche am Barmer Platz durchführen, so die Anordnung der Kölner Polizei. Dies teilte der Veranstalter auf der entsprechenden Facebookseite mit. Dort gibt es über 2.400 Zusagen. Dort soll, wie schon 2014 die Band „Kategorie C“ mit ihrem Sänger Hannes Ostendorf auftreten, die mittlerweile auch unter dem Namen „Hungrige Wölfe“ oder „KC“ firmiert. Interessant ist, dass in Hannover die Band „Kategorie C“ mit einem Auftrittsverbot belegt wurde. Das Verwaltungsgericht Hannover entschied: „Das Verbot des Auftritts der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe" sei nicht zu beanstanden, weil gerade der Auftritt der Band bei der Versammlung in Köln zur Bereitschaft der Versammlungsteilnehmer beigetragen haben dürfte, Gewalt anzuwenden. Der Auftritt der Band würde das Risiko eines unfriedlichen Verlaufs der Versammlung daher erheblich erhöhen.“ (Aktenzeichen: 10 B 12963/14 ) In Köln tritt die Band wieder auf. Die Band „Kategorie C“ mit über 6.000 Followern auf Facebook, wie auch der Rapper „Villain 051“ mit über 9.000 Followern auf Facebook werben dort für „Köln 2.0“. “Villain 051″ ist das Pseudonym von Patrick Killat, der schon mal mit der Rechtsrapperin „Dee Ex“ aufgtritt. Der Berliner gilt als Rechtsextremist und geriet in die Schlagzeilen, weil er vor einem Flüchtlingsheim den Song “Für unsere Kinder” eingespielt hat.

Reden sollen unter anderem Curd Schumacher, der von Parteiendiktatur spricht, oder Gift und Galle über Verfassungsorgane, wie die Bundeskanzlerin versprüht und auf der „Pegida“-Bühne bei Lutz Bachmann stand. Man darf gespannt sein, wer alles auf die Bühne bei „Köln 2.0“ kommt. Das NRW Innenministerium schätzte noch vor einiger Zeit die Situation so ein, dass sich Hooligan-Szene und rechtsextreme Szene nicht verfestigt hätten, sondern ein lockeres Zweckbündnis seien. In Hannover hatte man über 5.000 Polizeibeamte aufgeboten, in Köln sollen es, so die Kölner Polizei, heute rund 3.500 sein. Der Appell der Kölner Polizei an alle Teilnehmer aller Veranstaltungen ist friedlich zu demonstrieren. Ob sich alle Hooligans und Rechtsextremen an die Auflage der Kölner Polizei auf dem Barmer Platz zu demonstrieren halten werden, wird man sehen.

Weite Teile der Innenstadt, die Deutzer Brücke und Deutz sind von den Veranstaltungen und Polizeieinsätzen betroffen. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich weiträumig umfahren.

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